Im Rahmen der Kommunalwahl 2026 in Hessen hat der Kreiselternbeirat Wahlprüfsteine formuliert und nachfolgende Fragen an alle Parteien im Kreis Offenbach und den 13 Kommunen formuliert.
KONKRETISIERUNG DER FRAGEN UND THEMENPUNKTE
Mühlheim
Antworten von CDU, GRÜNE, SPD (Nachtrag vom 4.3.) & FDP
1. Welche drei schulbezogenen Themen haben für Ihre Fraktion in der
kommenden Wahlperiode oberste Priorität – und warum?
- Welche drei schulpolitischen Themen haben für Ihre Fraktion in der Wahlperiode 2026–2031 oberste Priorität – und wie begründen Sie diese Priorisierung vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen (Lehrkräftemangel, angespannte Haushaltslage vieler Kommunen, steigende Schülerzahlen, Ganztagsanspruch ab 2026)?CDU1. Verlässliche Ganztagsbetreuung mit echtem Mehrwert für FamilienMit dem Rechtsanspruch ab 2026 muss Betreuung funktionieren – organisatorisch, räumlich und qualitativ. Für uns ist klar: Eltern brauchen einen Platz, der verlässlich ist und nicht nur Verwahrung bedeutet.Die Stadt übernimmt hier Verantwortung im Bereich Organisation, Kooperation mit Trägern und ergänzender Infrastruktur. Der Kreis ist für Räume und bauliche Voraussetzungen zuständig.2. Sichere Schulwege und ein kindgerechtes UmfeldDas ist eine klassische kommunale Aufgabe. Wir wollen, dass Kinder sicher zur Schule kommen – nicht im Elterntaxi-Stau.3. Schulstandorte stärken statt ständig neuer ForderungsdebattenDer Kreis Offenbach ist Schulträger – und damit verantwortlich für Gebäude, Sanierung, Toiletten, Sporthallen und Ausstattung.Unsere Aufgabe als Stadt ist es, politischen Druck zu machen und Maßnahmen konstruktiv zu begleiten.
SPD
1. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs ab dem Schuljahr 2026/27 muss für Familien einverlässliches Angebot sein, um Belastung für Familien zu reduzieren und um zuverlässigAufgaben im Berufsleben zu meistern. Unsere Aufgabe als Kommune liegt im Bereich derOrganisation. Bauliche Aufgaben liegen beim Kreis.
2. Durch langfristige Bedarfsermittlung ist es kommunale Aufgabe, frühzeitig Bedarfe zuerkennen und unmissverständlich bauliche/räumliche Notwendigkeiten beim Kreiseinzufordern.
3. Ein weitere Punkt im Wahlprogramm ist die Sicherung der Schulwege mitBürgerbeteiligung. - Welche konkreten Ziele (messbar und mit Zeitrahmen) wollen Sie bis 2031 im Schulbereich erreicht haben?CDU- Ganztagsangebot an allen Mühlheimer Grundschulen in enger Abstimmung mit dem Kreis.- Verzahnung von Betreuung, Vereinen, Musikschule und Jugendangeboten (steht in unserem Wahlprogramm unter Stärkung von Vereinen und Jugend).- Weitere Verkehrsberuhigung, Tempo-30-Bereiche, bessere Beleuchtung und Lückenschlüsse im Radwegenetz (Wahlprogramm: sichere Schulwege und Ausbau der Radverbindungen).- Mehr Kontrollen durch Ordnungspolizei.- Enge Abstimmung mit dem Kreis, damit Investitionen priorisiert nach tatsächlichem Bedarf erfolgen.- Keine ideologischen Prestigeprojekte, sondern funktionierende Schulen.
SPDAlle Mühlheimer Grundschulen befinden sich aktuell im Profil 1. Bis Sommer 2029 sind alle Grundschuljahrgänge eingeschult, die einen Rechtanspruch auf eine Ganztagsbetreuung haben. Ausgehend von einem Betreuungsbedarf von 85% benötigt Mühlheim bis dahin 1071Plätze. Der leichte Geburtenrückgang wird durch Zuzug kompensiert, sodass diese Anzahl an Plätzen tatsächlich zur Verfügung stehen muss. Aktuell stehen bereits 948 Plätze zur Verfügung. In Mühlheim besteht in erster Linie ein personeller Engpass, weniger ein baulicher. Das ist die größere Herausforderung, die durch stärkere Personalbindung und eine kreative Akquise, wie z.B. eine pädagogische Messe erreicht wird. - Wie stellen Sie sicher, dass schulpolitische Themen trotz finanzieller Belastungen (z.B. steigende Baukosten, Energiekosten, Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst) ausreichend finanziert werden?CDUSolide Haushaltsführung bleibt Grundlage (Wahlprogramm: keine Finanzierung laufender Ausgaben über Schulden). Investitionen ja – aber zielgerichtet.
SPD
In dieser Frage zeigt sich die Vielfältigkeit in der Finanzierung unseres Schulwesens. Während die Baukosten beim Kreis liegen, werden z.B. Personalkosten von Land und Kommune getragen. Der Rechtsanspruch sichert Ansprüche der Eltern, die einklagbar sind. Dadurch besteht eine Verbindlichkeit für die Eltern, die aber noch nichts über die Qualität des pädagogischen Angebotes aussagt. Laut Kita-Bedarfsplan benötigt die Schulkindbetreuung bereits heute rechnerisch rund 60%der Grundsteuereinnahmen. Das Konnexitätsprinzip (wer bestellt, der bezahlt) wird schon lange nicht mehr eingehalten, sodass die Kommunen an ihrer Wirtschaftlichkeit arbeiten müssen und vermehrt Gewerbeflächen und Wohnraum zur Verfügung stellen, um Einnahmen zu generieren. Solide Haushaltsführung und zielgerichtete Investitionen sind Wordhülsen, wenn unklar bleibt, woher das Geld kommen soll.
2. Was tut Ihre Fraktion konkret, um die Schulen im Kreis und speziell in Ihrer
Kommune zu verbessern in Bezug auf:
2.1. die Nachmittagsbetreuung für die Grundschulkinder (Quantität und Qualität)
Ab August 2026 gilt bundesweit der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für
Grundschulkinder.
- Wie viele Betreuungsplätze stehen an den Grundschulen in Ihrer Kommune der prognostizierten Schüler:innnenzahl bis 2029 zur Verfügung?
SPDBis Sommer 2029 sind alle Grundschuljahrgänge eingeschult, die einen Rechtanspruch auf eine Ganztagsbetreuung haben. Ausgehend von einem Betreuungsbedarf von 85% benötigt Mühlheim bis dahin 1071 Plätze. Der leichte Geburtenrückgang wird durch Zuzug kompensiert, sodass diese Anzahl an Plätzen tatsächlich zur Verfügung stehen muss. Aktuell stehen bereits 948 Plätze zur Verfügung. Zurzeit werden verschiedene Objekte und Möglichkeiten zur Schaffung weiterer Betreuungsplätze geprüft. - Wie will Ihre Fraktion sicherstellen, dass in Ihrer Kommune / im Landkreis ausreichend Plätze (Ausbauquote 90%) rechtzeitig bis 2029 für alle Grundschulkinder zur Verfügung stehen?
SPDBaulicherseits liegt die Verantwortung beim Kreis. Bedarfe müssen frühzeitig angemeldet werden. Durch den Einsatz sogen. Fachkräfte zur Mitarbeit werden personelle Voraussetzungen seitens der Kommune geschaffen. - Wie soll die Qualität der Betreuung (Fachpersonal, Raumkonzepte, pädagogisches Konzept) gesichert werden?
SPDMühlheim arbeitet aktuell in einem hohen Maße ausschließlich mit Fachpersonal. Die Landesregierung hat den Anteil zum Einsatz sogen. Fachkräfte zur Mitarbeit von 25 auf 30%erweitert. Damit können Quereinsteiger/innen mit einer Berufsausbildung zur Entwicklung multiprofessioneller Teams beitragen. Die Umsetzung des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans, Konzepte zur gewaltfreien Erziehung u.v.m. werden weiterhin in Fortbildungen vermittelt. - Wie positionieren Sie sich zur Beitragsfreiheit bzw. sozialen Staffelung der Gebühren?
SPDGerne würden wir mit einem Wahlversprechen zur Beitragsfreiheit punkten. Angesichts der aktuellen finanziellen Lage der Kommunen wäre dieses unvernünftig und unseriös. Eine Staffelung der Beiträge entspricht sozialdemokratischen Grundprinzipien und wird befürwortet. - Welche Rolle sollen Kooperationen mit Vereinen, Musikschulen oder außerschulischen Trägern spielen?
SPDMühlheim ist eine Stadt mit einem reichhaltigen Vereinsangebot. Die meisten Vereinebefürworten eine Kooperation mit Schulen bzw. Schulkindbetreuung, weil sie dadurch Nachwuchs generieren. Die Stadt muss für die notwendige Infrastruktur und Koordination sorgen, um diese fruchtbare Kooperation zu fördern.
___CDUDie Sicherstellung ausreichender Plätze ist eine Gemeinschaftsaufgabe:- Kreis Offenbach: Räume, Bau, schulische Infrastruktur.- Stadt Mühlheim: Organisation, ergänzende Angebote, Kooperation mit Trägern.Wir setzen auf:- Nutzung bestehender Vereins-, Kultur- und Bildungsangebote (Musikschule, Ehrenamt, Vereine – ausdrücklich im Wahlprogramm verankert).- Flexible Betreuungsmodelle statt starrer Ganztagsschule.- Sozial verträgliche Gebühren – Familien dürfen nicht zusätzlich belastet werden.Klarer Standpunkt: Ganztag darf kein Bürokratiemonster werden. Entscheidend ist Qualität vor Quote.GRÜNEDas Angebot der Nachmittagsbetreuung an Grundschulen wurde in Mühlheim in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Diese Maßnahmen wurden parteiübergreifend befürwortet und von den Grünen aktiv mitgetragen. Mühlheim hatte zum Stichtag 01.08.2025 insgesamt 1.416 Grundschüler, denen ein Nachmittagsangebot von 948 Plätzen gegenüberstand, von denen 20 in dem letzten Jahr neu hinzu kamen. Die Belegung belief sich zum gleichen Stichtag auf 838 Kinder.Die Betreuungsquote lag zum Stichtag 31.12.2018 bei insgesamt 58,31 % und konnte bis zum Stichtag 08.08.2025 auf 66,95 % gesteigert werden. Gemäß Ganztagsförderungsgesetz ist ab 2026 zunächst für den ersten Jahrgang ein Nachmittagsangebot bereitzustellen, der dann jährlich um einen weiteren Jahrgang ausgeweitet werden soll, sodass zum Schuljahr 2029/30 für alle vier Grundschuljahrgänge ein ganztägiges Betreuungsangebot zur Verfügung steht. Derzeit wird von einer Inanspruchnahmequote von rund 85 % ausgegangen. Unter Berücksichtigung der rückläufigen Geburtenzahlen der Jahre 2019 bis 2023 würde dies in Mühlheim eine Inanspruchnahme von 878 Betreuungsplätzen ergeben.Die genannten Zahlen verdeutlichen die Bedeutung und den hohen Finanzbedarf der Schulkindbetreuung in Mühlheim. Die Förderungen des Kreises zur Umsetzung des Rechtsanspruches fallen im Vergleich zu den Ausgaben deutlich geringer aus.
2.2. die Sicherheit der Schulwege
Angesichts zunehmenden Verkehrsaufkommens, Elterntaxis und Klimaschutzdebatten:
- Welche konkreten Maßnahmen planen Sie zur Erhöhung der Schulwegsicherheit (z. B. Tempo-30-Zonen, Schulstraßen, Verkehrsberuhigung, bessere Beleuchtung, Radwege)?
SPDIns Wahlprogramm haben wir die Einspurigkeit der B43 aufgenommen, die einen sicheren Radweg durch die gesamte Stadt ermöglicht. Außerdem möchten wir versuchsweise Bring-Zonen einrichten und Straßen direkt vor dem Schulgebäude morgens für 30 Minuten für den KFZ-Verkehr schließen, soweit das sinnvoll und möglich ist. Alle Kinder haben ein Recht auf einen sicheren Schulweg, nicht nur die, die vor der Schule abgesetzt werden. Projekte rundum das Thema sicherer Schulweg werden mit Bürgerbeteiligung umgesetzt. - Unterstützen Sie das Konzept temporärer Schulstraßen (Sperrung vor Unterrichtsbeginn)?
SPDWir möchten versuchsweise Bring-Zonen einrichten und Straßen direkt vor dem Schulgebäude morgens für 30 Minuten für den KFZ-Verkehr schließen, soweit das sinnvoll und möglich ist. Alle Kinder haben ein Recht auf einen sicheren Schulweg, nicht nur die, die vor der Schule abgesetzt werden. Projekte rund um das Thema sicherer Schulweg werden mit Bürgerbeteiligung umgesetzt. - Wie wollen Sie den Umwelt- und Klimaschutz mit Schulwegsicherheit verbinden (z. B. Förderung von Fahrrad- und Fußverkehr)?
SPDWenn Eltern wissen, dass ihr Kind sicher zur Schule kommt, minimiert das Elterntaxis. Die Realisierung eines Radweges durch die Stadt im Rahmen der Einspurigkeit der B43 sorgt insbesondere für Schüler/innen der Sekundarstufen 1 und 2 für einen sicheren Schulweg und weniger Feinstaub.___CDUOriginäre Zuständigkeit der Stadt.Geplante Maßnahmen:- Verkehrsberuhigung im Schulumfeld.- Ausbau sicherer Rad- und Fußwege (Wahlprogramm Verkehrskapitel).- Verbesserte Beleuchtung und Ordnungskontrollen.- Prüfung temporärer Schulstraßen dort, wo sie sinnvoll und praktikabel sind. Unser Ansatz: Sicherheit entsteht durch Planung und Präsenz – nicht durch Symbolpolitik.GRÜNESchulwegeplanung ist Schul- und Kreissache. Allerdings steht die Stadtverwaltung in engem Austausch mit den Schulleitungen vor Ort. Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für eine Fahrradstraße quer durch die Stadt ein, die zu den weiterführenden Schulen führt und den Schüler*innen eine gefahrlose Nutzung ermöglichen soll.
2.3. die Schultoiletten
Der Sanierungsstau an Schulen ist bundesweit weiterhin Thema.
- Welche Standards für Hygiene, Wartung und regelmäßige Kontrolle setzen Sie für Schultoiletten an?
- Planen Sie ein verbindliches Sanierungsprogramm mit festem Zeitplan?
SPDDiese Aufgaben liegen in der Verantwortung des Kreis Offenbach. Wir unterstützen Schulen, wenn es darum geht, politisch „Druck zu machen“ um Missstände in Schulen zu beheben. Allerdings kann das Thema Schultoiletten Teil des Paktes für ein sauberes Mühlheim werden(siehe Wahlprogramm). - Wie sollen / können Schülervertretungen und Eltern in Qualitätskontrollen einbezogen werden?
SPDSchüler – und Elternvertretungen sollten aus pädagogischer und organisatorischer Sicht in den Prozess eingebunden werden für saubere Toiletten zu sorgen. Die Initiierung dieses Prozesses liegt in der Hand der Schule.___CDUHier ist eindeutig der Landkreis Offenbach als Schulträger zuständig.Die Stadt kann weder sanieren noch Standards festlegen.Unsere Rolle:- Missstände klar benennen.- Priorisierung im Kreishaushalt einfordern.Politische Haltung: Es ist selbstverständlich, dass Schulen saubere und funktionierende Toiletten haben. Darüber überhaupt diskutieren zu müssen, zeigt, wo Verwaltungsrealität verbessert werden muss.
2.4. die Kapazitäten in den Schwimm- und Sporthallen
Die Nichtschwimmerquoten bei Kindern ist weiterhin steigend.
- Wie will Ihre Fraktion ausreichende Schwimmzeiten für Schulen sicherstellen?
SPDIn Mühlheim verfügen wir über ein Schwimmbad, dass für schulische Zwecke häufig genutzt wird, insbesondere am Vormittag. Auch das Lämmerspieler Freibad bleibt erhalten. - Gibt es konkrete Pläne zum Neubau oder zur Sanierung von Schwimm- und Sporthallen?
SPD2026/27 wird das Mühlheimer Hallenbad umfassen saniert. Darüber gibt es einen fraktionsübergreifenden Konsens. Der Bau einer Sporthalle ist in Lämmerspiel geplant. - Wie gehen Sie mit Nutzungskonflikten zwischen Schulen und Vereinen um?
- Unterstützen Sie verpflichtende Schwimmförderprogramme für Grundschulkinder?
SPDDie DLRG wird durch die Vereinsförderung unterstützt und sie bietet ein umfassendes Trainingsangebot insbesondere für Kinder und Jugendliche. Schwimmkurse für Erstschwimmer werden über die Stadtwerke angeboten. Wir haben uns im Wahlprogramm zu mehr Schwimmkursen bekannt, insbesondere als Stadt mit dem Main und Seen im Naherholungsgebiet.___CDUSchulschwimmen ist Aufgabe des Kreises – aber Mühlheim leistet mit seinem Hallenbad einen zentralen Beitrag.Laut Wahlprogramm:- Millioneninvestition in die Sanierung des Hallenbads 2026/27 als klares Bekenntnis zum Standort.- Sicherung des Badebetriebs stärkt auch den Schulsport.- Darüber hinaus Erhalt des Freibades in Lämmerspiel- Förderung der DLRG und der SchwimmkurseUnsere Position: Wer Schwimmfähigkeit fordert, muss Infrastruktur erhalten. Genau das tun wir.GRÜNEDas Mühlheimer Hallenbad wird seit jeher für den Schwimmunterricht genutzt. In diesem Jahr will die Stadt Mühlheim eine grundhafte Hallenbadsanierung starten, für die Fördergelder bei dem Land Hessen beantragt wurden. Dadurch wird verständlicherweise das Hallenbad für die Dauer der Sanierung nicht für Schwimmunterricht zur Verfügung stehen, im Gegenzug wird seine weitere Nutzbarkeit langfristig gesichert. Die Grünen setzen sich seit vielen Jahren für den Erhalt des Hallenbads ein und begrüßen die Sanierungsmaßnahme, die jedoch leider keine weitergehende energetische Dämmung des Gebäudes inkludiert.
2.5. die Förderung digitale Kompetenzen
Nach Auslaufen des Digitalpakts Schule steht die Anschlussfinanzierung im Fokus.
- Wie soll die digitale Infrastruktur (WLAN, Endgeräte, Wartung, IT-Support) nachhaltig gesichert werden?
- Wie wollen Sie Schulen bei der Medienbildung und beim Umgang mit KI-Tools unterstützen?
- Welche Konzepte haben Sie zum Schutz vor Cybermobbing und zur Stärkung der Medienkompetenz?
- Wie stehen Sie zu 1:1-Ausstattungskonzepten (ein Gerät pro Schüler:in)?CDUSchul-IT ist Aufgabe des Schulträgers (Kreis).Die Stadt unterstützt über:- Glasfaserausbau und digitale Infrastruktur (Wahlprogramm Digitalisierung).- Kooperation mit lokalen Unternehmen und Bildungsangeboten.Wir stehen zur Linie der CDU im Kreis:- Nachhaltige IT-Strukturen statt einmaliger Förderprogramme.- Wartung und Support müssen dauerhaft finanziert sein.Wichtig: Technik ersetzt keinen Unterricht. Pädagogik kommt vor Tablets.
SPD
Da diese Aufgaben ebenfalls in die Verantwortlichkeit des Schulträgers fallen, kann hier nur ergänzt werden, dass wir durch den Ausbau des Glasfasernetzes für die Infrastrukturaußerhalb des Schulgebäudes sorgen.
2.6. die Verbesserung von Inklusion, auch beim Schulessen
- Wie wollen Sie die baulichen und personellen Voraussetzungen für echte Inklusion verbessern?
- Wie stellen Sie sicher, dass Schulessen auch für Kinder mit Behinderungen, Allergien wie zB Zöliakie, kulturellen oder religiösen Anforderungen, sowie vegetarischer oder veganer Ernährung geeignet ist?
- Wie bewerten Sie die derzeitige Personalausstattung im Bereich Schulbegleitung und Förderkräfte?
SPDDie Zahl der Schulbegleitungen / Teilhabeassistenzen steigt von Jahr zu Jahr. Das zeigt den enormen Bedarf an Unterstützung im Schulalltag. Wenn wir die Umsetzung der UN-Konvention der Menschenrechte ernst nehmen, sind Schulbegleitungen ein Gradmesser für gelingende Inklusion. Es gibt einen Bedarf an zusätzlichen Schulbegleitungen. Der Bedarf an Fachkräften ist vielschichtig. Erzieher/innen und Grundschullehrkräfte fehlen massiv. In der Sekundarstufe 2 ist der Bedarf weniger akut. - Welche konkreten Maßnahmen planen Sie zur Reduzierung von Ausgrenzung im Schulalltag?
SPDDieser Punkt, wie auch die ersten beiden Punkte liegen nur im Bereich der Ganztagsbetreuung im Aufgabenbereich der Kommune. Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan umfasst auch das Grundschulalter. Hier ist Inklusion als Querschnittsaufgabe verankert. In unserm Wahlprogramm haben wir Inklusion als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe einen zentralen Stellenwert gegeben, z.B. durch einen Aufzug am Stadtmuseum, Spielplätze für alle Kinder und abgesenkte Bordsteine. Bei Kooperationen mit Vereinen im Rahmen der Schulkindbetreuung werden geförderte Fortbildungen von Übungsleiter/innen zum Thema Inklusion wichtig, denn der Rechtsanspruch auf den Ganztag gilt für alle Kinder.___CDUPersonal, Ausstattung und bauliche Umsetzung liegen beim Kreis und beim Land Hessen.Die Stadt unterstützt über:- Kooperation mit sozialen Trägern und Jugendhilfeangeboten.- Stärkung der Schulsozialarbeit vor Ort (im Wahlprogramm enthalten).Grundsatz: Inklusion muss funktionieren – nicht auf dem Papier stehen.
2.7. die Verbesserung der mentalen Gesundheit von Lehrkräften und Lernenden
Studien zeigen steigende psychische Belastungen bei Kindern und Lehrkräften.
- Welche Maßnahmen unterstützen Sie zur Stärkung der Schulsozialarbeit und Schulpsychologie?
SPDMühlheim ist als Kommune für außerschulische Sozialarbeit verantwortlich und finanziert das JuZ und präventive Sozialarbeit, welche indirekt die Schulsozialarbeit entlastet. Auch Vereine werden von uns gefördert. Auch sie können Stabilität und Orientierung im Alltaggeben. - Planen Sie Programme zur Prävention von Mobbing, Gewalt und digitaler Überforderung?
SPDDieses ist Aufgabe der Schule. Die Lehrkräfteakademie bietet zu diesen Themen ein umfängliches Angebot an Fortbildungen. - Wie kann die Kommune Lehrkräfte unterstützen, obwohl Personalpolitik primär Ländersache ist?
SPDDie Kommune kann hier nur sehr marginal unterstützen, z.B. durch Angebote im Naherholungsgebiet und im Stadtmuseum sowie durch funktionierende Schwimmbäder. - Wie bewerten Sie multiprofessionelle Teams an Schulen (Sozialpädagogik, Psychologie, Gesundheitsfachkräfte)?SPDMultiprofessionelle Team sind eine Bereicherung, wenn die Rahmenbedingungen stimmen:___
=> das Verhältnis Kinder-Personal muss stimmen
=> fachfremdes Personal benötigt ausreichend Fortbildungen
=> die Quote fachfremden Personals darf nicht über 25-30% liegenCDULehrkräfte sind Landespersonal. Schulpsychologie ist keine kommunale Aufgabe.Unser Beitrag als Stadt:- Ausbau Jugendsozialarbeit und aufsuchender Angebote (Streetwork bereits umgesetzt).- Stärkung eines stabilen sozialen Umfelds durch Vereine, Ehrenamt und Freizeitangebote – ein zentraler Punkt unseres Programms.Überzeugung: Prävention passiert vor allem außerhalb des Klassenzimmers.
2.8. den Ausbau der Schulen sowie Begrünung und Beschattung
Die Anzahl der Hitzeperioden steigt. Gleiches gilt für die Schülerzahlen.
- Welche konkreten Schulbau- oder Erweiterungsprojekte planen Sie bis 2031?
- Welche Standards sollen bei Neubauten gelten (z. B. Energieeffizienz, Photovoltaik, nachhaltige Baustoffe)?
- Planen Sie verbindliche Maßnahmen zur Begrünung und Beschattung von Schulhöfen? Welche?
- Wie stellen Sie sicher, dass Schulen hitzeresilient werden (Kühlkonzepte, Trinkwasserspender, Verschattung)?CDUAuch hier: Gebäude = Zuständigkeit des Kreises Offenbach.Die Stadt kann flankieren durch:- Stadtplanung, Begrünungskonzepte und klimafreundliches Umfeld.- Kooperation bei Flächen, Verkehr und Umfeldgestaltung.Unser Wahlprogramm setzt klar auf mehr Stadtgrün, nachhaltige Entwicklung und klimaangepasste Infrastruktur.
SPD
Auch hier gilt wieder: Schulträgeraufgaben
Im Hinblick auf klimatische Veränderungen (höhere Temperaturen, Starkregen) müssen wir gesamtgesellschaftlich reagieren. In unserem Wahlprogramm setzen wir u.a. auf mehr Begrünung in der Stadt, Trinkbrunnen und überdachte Verweilorte. Auch der Schulträger sollte auf mehr Außenbeschattung und Trinkmöglichkeiten achten.
Allgemein
Grundsätzliche Haltung der CDU Mühlheim (im Einklang mit der CDU im Kreis Offenbach)
- Bildung braucht funktionierende Gebäude, klare Zuständigkeiten und solide Finanzierung – keine ideologischen Experimente.
- Schulpolitik ist keine Bühne für Wunschlisten, sondern eine Frage von Verantwortung zwischen Land, Kreis und Kommune.
- Die Stadt Mühlheim konzentriert sich auf das, was sie wirklich verbessern kann: Betreuung, Umfeld, Sicherheit, soziale Infrastruktur und verlässliche Rahmenbedingungen für Familien.
Kurz gesagt:
Wir versprechen nicht alles – wir kümmern uns um das, wofür wir zuständig sind. Und wir machen beim Kreis Druck, damit auch dort geliefert wird.
FDP
verweisen auf die Antworten der Kreistags-Fraktion
Die Antworten findet ihr auf den jeweiligen Seiten:
- Parteien im Kreisverband Offenbach-Land
- Parteien im Ortsverband Dietzenbach
- Parteien im Ortsverband Dreieich
- Parteien im Ortsverband Egelsbach
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