Im Rahmen der Kommunalwahl 2026 in Hessen hat der Kreiselternbeirat Wahlprüfsteine formuliert und nachfolgende Fragen an alle Parteien im Kreis Offenbach und den 13 Kommunen formuliert.
KONKRETISIERUNG DER FRAGEN UND THEMENPUNKTE
Kreis Offenbach
Antworten von CDU, GRÜNE, SPD, FDP & DIE LINKE (Nachgereicht am 6.3.)
Leider keine Antworten von AfD
1. Welche drei schulbezogenen Themen haben für Ihre Fraktion in der
kommenden Wahlperiode oberste Priorität – und warum?
- Welche drei schulpolitischen Themen haben für Ihre Fraktion in der Wahlperiode 2026–2031 oberste Priorität – und wie begründen Sie diese Priorisierung vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen (Lehrkräftemangel, angespannte Haushaltslage vieler Kommunen, steigende Schülerzahlen, Ganztagsanspruch ab 2026)?CDU1. Erreichts sichern – Die Schulen im Kreis Offenbach wurden im Rahmen des PPP-Projekts umfassend saniert und fortlaufend in einem sehr guten Zustand gehalten. Mit der kreiseigenen KOREAL GmbH wird dieses hohe Niveau auch in Zukunft gesichert.2. Raum für die Zukunft schaffen – Mit einem umfassenden Schulinvestitionsprogramm wird der Kreis Offenbach als wachsender Kreis auch weiterhin das benötigte Raumangebot schaffen und dabei auf eine moderne und zeitgemäße Ausstattung der Schulen achten.3. Schule und Betreuung gemeinsam denken – Mit der kreiseigenen „GiP - Ganztag im Pakt gGmbH“ schafft der Kreis gute Rahmenbedingungen für eine sinnvolle Verzahnung von Schule und Betreuung. Im Zusammenspiel mit den Städten und Gemeinden machen wir unsere Schulen fit für den „Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung“.GRÜNEGanztag qualitativ gut und räumlich tragfähig umsetzenDer Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung stellt den Kreis als Schulträger vor eine enorme Aufgabe. Für uns ist klar: Der Ganztag darf kein reines Betreuungsmodell werden, sondern muss pädagogisch durchdacht, qualitativ hochwertig und räumlich angemessen ausgestattet sein. Wir setzen uns dafür ein, alle Schulen im Kreisgebiet systematisch auf ihre Ganztagstauglichkeit zu überprüfen und die räumlichen Voraussetzungen entsprechend weiterzuentwickeln. Dazu gehören funktionierende Doppelnutzungskonzepte für Räume, eine enge Verzahnung von Unterricht und Betreuung sowie qualitativ hochwertige, gesunde und möglichst regionale Verpflegung. Auch kulturelle Bildungsangebote im Ganztag wollenwir stärken, etwa durch Kooperationen mit Musikschulen.Unser Anspruch ist: Quantität sichern – Qualität gestalten.Schulbau modern, inklusiv und klimagerecht entwickelnSchulen sind Lern- und Lebensorte. Angesichts zunehmender Hitzetage und Extremwetterereignisse müssen Schulgebäude klimaresilient und gesundheitsfördernd sein. Wir setzen auf nachhaltige Bauweisen, einen höheren Anteil an Holzbau-Architektur bei Neubauten, Photovoltaik auf geeigneten Schuldächern, Entsiegelung von Schulhöfen, Begrünung und effektive Beschattung sowie Hitzeschutzmaßnahmen wie Trinkbrunnen und durchdachte Verschattungssysteme. Gleichzeitig ist Barrierefreiheit für uns selbstverständlich – alle Schulen im Kreis sollen barrierefrei zugänglich sein. Inklusive Schulkonzepte verdienen die aktive Unterstützung des Schulträgers. Wir wollen Schulen bauen und sanieren, die pädagogisch, ökologisch und sozial zukunftsfähig sind.Schulsozialarbeit und mentale Gesundheit stärkenDie Belastungen für Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Lernen gelingt nur, wenn soziale Stabilität und psychische Gesundheit mitgedacht werden. Deshalb wollen wir die flächendeckende Schulsozialarbeit sichern und bedarfsorientiert weiterentwickeln. Darüber hinaus setzen wir uns für den Ausbau psychologischer Unterstützung, Präventionsangebote und Trauma-Kurse ein. Psychische Gesundheit ist für uns Teil öffentlicher Vorsorge.
Unser Ziel ist eine multiprofessionelle Schule, die Lehrkräfte entlastet und Schülerinnen und Schüler stärkt.
SPDJugendpolitik ist Zukunftspolitik. Sie legt die Grundlagen für das Zusammenleben von morgen. Chancen und Potenziale junger Menschen können sich nur mit einer verlässlichen Förderung entfalten. Gleichzeitig entscheidet eine gute schulische Ausbildung und eine hohe Lebensqualität im Kreis Offenbach darüber, ob Jugendliche und junge Erwachsene hierbleiben und ihre Zukunft bei uns gestalten. Gute Bildung ist der Schlüssel für eine eigenständige Lebensgestaltung, Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe. Sie ist Grundlage für Chancengleichheit und sozialen Aufstieg. Unser Ziel ist, allen Menschen Zugang zu einem guten Bildungsangebot im Kreis Offenbach zu ermöglichen. Bildung, Schule und Betreuung sind für die SPD im Kreis Offenbach zentrale Eckpunkte einer auf sozialen Ausgleich ausgerichteten Politik. Der Kreis Offenbach ist zuständig für Schulneubau, Schulsanierung, technische Ausstattung der Schulen, das nicht pädagogische Personal sowie die Finanzierung des laufenden Schulbetriebes. In den letzten Jahren hat der Kreis Offenbach gerade hier Prioritäten gesetzt und in die Sanierung und Modernisierung seiner Schulen maximal investiert. So kann er den Schülerinnen und Schülern aller Schulformen bestens ausgestattete Lernorte mit hohem Standard bieten. Diesen Standard wollen wir in den nächsten Jahren beibehalten. Da die Schülerzahlen weiter steigen, stehen Erweiterungen der bestehenden Schulstandorte und Neubauten in der vor uns liegenden Wahlperiode an erster Stelle. Ab Mitte des Jahres gilt der Betreuungsanspruch im Grundschulalter ab 2026zunächst für alle Erstklässler, ab 2029 dann für alle. Die SPD setzt sich dafür ein, dass die Einführung des Rechtsanspruchs sozialverträglich eingeführt wird und Kinder aus höheren Klassen bei Bedarf der Nachmittagsbetreuung nicht „hinten runterfallen“. Wir werden die Angebote der Schulkindbetreuung Ganztagsbetreuung im Pakt GIP insbesondere an den Schulen weiterausbauen, an denen bislang keine Nachmittagsbetreuung stattgefunden hat oder Fördervereine dies zukünftig nicht mehr gewährleisten können. Der Kreis Offenbach hat bereits in der Wahlperiode 2021 bis 2026 auf Initiative der SPD ein flächendeckendes Angebot von Schulsozialarbeit an allen Schulen im Kreis Offenbach eingerichtet. Dies war ein erster wichtiger Schritt. Schulsozialarbeit ist für die SPD unabdingbar. Mittelfristiges Ziel bleibt es, Schulsozialarbeit als einen integral und konzeptionell im Schulprogrammverankerten Bestandteil zu festigen. Die Vernetzung mit den Kommunen im Jugendbereich tätigen Sozialarbeitern und Streetworkern ist weiter auszubauen. Neben gut ausgebauten und ausgestatteten Schulen hat die politische Partizipation und Demokratiebildung einen hohen Stellenwert für die SPD. Deswegen streben wir an, dass der Kreisschülerrat in der Schulausschusssitzung regelmäßig angehört wird, sowie dass Projektegefördert werden, die demokratische Teilhabe ermöglichen und junge Menschen frühzeitig gegen extremistische Tendenzen stärken. Wir setzen uns dafür ein, dass Demokratie nachhaltig und zum Anfassen gestaltet wird. Integrationsfördernde Maßnahmen, durch die Vielfalt als gesellschaftliche Normalität reflektiert und erlebbar gemacht wird, sind besonders wichtig. Bildung und Aufklärung über Kulturen, Religionen und Weltanschauungen sind ein Schlüssel, um Vorurteile abzubauen und das friedliche Miteinander zu stärken. Konkretes Ziel der SPD Fraktion bis 2031 ist stets der stetige Ausbau des Ganztags, weiterhin die Sanierung der Bestandsschulen stets mit dem Blick auf moderne Standards und den pädagogischen Wünschen der Schulgemeinschaft. Das errichten einer neuen Schule im Landkreis Offenbach kann und sollte nur erfolgen, wenn dies der Schulentwicklungsplan hergibt, dieser ist stets fortzuschreiben. Die Beteiligung und Anhörung der Kommunen und einzelnen Gremien bleibt hier bestehen. Die Bildungspolitik hat für die SPD seit ihrem bestehen einen hohen Stellenwert. Sie gehört auch bei angespannten finanziellen Möglichkeiten zu den Prioritäten in der Haushaltsplanung. Mit der Rückführung der Schulgebäude aus dem PPP in eine kreiseigene Gesellschaft ist ein wichtiger Schritt vollzogen, welcher der Politik hier mehr Optionen eröffnet ziel gerichtet zu handeln. Die kreiseigene Gesellschaft koreal hat bei den Baukosten stets eine energetische Sanierung, sowie die Ausstattung mit PV Anlagen im Blick, um so Energiekosten im Rahmen zu halten.FDPFür uns Freie Demokraten gilt: Bildung hat Priorität – gerade in Zeiten knapper Kassen. Denn wenn der Kreis bei Schulen nicht funktioniert, merken das die Familien jeden Tag. Unser Maßstab ist deshalb liberal und pragmatisch: klare Zuständigkeiten, messbare Qualität, weniger Bürokratie und verlässliche Infrastruktur.
a) Schulbau, Sanierung und Ganztagsfähigkeit – vorausschauend statt improvisiert Die größte Herausforderung der kommenden Wahlperiode ist aus unserer Sicht: steigende Schülerzahlen und Ganztagsanspruch ab 2026 und knappe Baukapazitäten. Darauf kann man nicht mit Container-Dauerlösungen reagieren. Unsere Priorität: Ein verlässlicher, fortgeschriebener Schulentwicklungs- und Investitionsplan, der rechtzeitig baut, erweitert und saniert – inklusive Ganztagsräumen, Sport- und Bewegungsflächen sowie klimaangepassten Schulhöfen (Begrünung/Beschattung). Warum Priorität #1?Weil ohne Räume nichts funktioniert: kein Ganztag, keine Inklusion, kein guter Unterricht, keine Entlastung für Familien.
b) Verlässliche Grundschulbetreuung und Ganztag in guter Qualität – Freiheit im Alltag ermöglichen Wir Freie Demokraten sehen den Ganztag nicht als Verwaltungsprojekt, sondern als Freiheitsversprechen im Alltag: für Kinder durch bessere Chancen, für Eltern durch echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unsere Priorität: Bedarfsorientierter Ausbau der Nachmittagsbetreuung und Ganztagsangebote – dort, wo Familien sie brauchen und Schulen sie wollen. Dazu gehören auch klare Zuständigkeiten, weniger Reibungsverluste zwischen Kreis, Kommunen und Trägern sowie eine bessere Verzahnung mit Schulsozialarbeit, Inklusion und Schulessen. Warum Priorität #2? Weil der Rechtsanspruch ab 2026 nur dann ein Fortschritt ist, wenn er vor Ort auch praktisch funktioniert – verlässlich, bezahlbar und qualitativsinnvoll.
c) Digitale Schule, die funktioniert – plus Medienkompetenz statt Gerätesymbolik Digitale Bildung ist für uns nicht „Tablet-Foto für die Presse“, sondern ein Kern moderner Bildungspolitik. Gerade bei Lehrkräftemangel müssen Schulen durch funktionierende Systeme entlastet werden – nicht durch kaputte Technik zusätzlich belastet werden. Unsere Priorität: Verlässliche digitale Infrastruktur, professionelles IT-Management durch den Schulträger, Endgerätezugang für alle und verbindliche Förderung von Medienkompetenz (Quellenkritik, Datenschutz, Social Media, KI-Kompetenz). Warum Priorität #3? Weil digitale Kompetenz heute Chancenkompetenz und Schutzkompetenz zugleich ist – und weil funktionierende IT-Lehrkräfte konkret entlastet.
- Welche konkreten Ziele (messbar und mit Zeitrahmen) wollen Sie bis 2031 im Schulbereich erreicht haben?
- Wie stellen Sie sicher, dass schulpolitische Themen trotz finanzieller Belastungen (z.B. steigende Baukosten, Energiekosten, Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst) ausreichend finanziert werden?
___SPDJugendpolitik ist Zukunftspolitik. Sie legt die Grundlagen für das Zusammenleben vonmorgen. Chancen und Potenziale junger Menschen können sich nur mit einer verlässlichen Förderung entfalten. Gleichzeitig entscheidet eine gute schulische Ausbildung und eine hohe Lebensqualität im Kreis Offenbach darüber, ob Jugendliche und junge Erwachsene hierbleiben und ihre Zukunft bei uns gestalten.Gute Bildung ist der Schlüssel für eine eigenständige Lebensgestaltung, Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe. Sie ist Grundlage für Chancengleichheit und sozialen Aufstieg. Unser Ziel ist, allen Menschen Zugang zu einem guten Bildungsangebot im Kreis Offenbach zu ermöglichen. Bildung, Schule und Betreuung sind für die SPD im Kreis Offenbach zentrale Eckpunkte einer auf sozialen Ausgleich ausgerichteten Politik. Der Kreis Offenbach ist zuständig für Schulneubau, Schulsanierung, technische Ausstattung der Schulen, das nicht pädagogische Personal sowie die Finanzierung des laufenden Schulbetriebes. In den letzten Jahren hat der Kreis Offenbach gerade hier Prioritäten gesetzt und in die Sanierung und Modernisierung seiner Schulen maximal investiert. So kann er den Schülerinnen und Schülern aller Schulformen bestens ausgestattete Lernorte mit hohem Standard bieten. Diesen Standard wollen wir in den nächsten Jahren beibehalten.Da die Schülerzahlen weiter steigen, stehen Erweiterungen der bestehenden Schulstandorte und Neubauten in der vor uns liegenden Wahlperiode an erster Stelle. Ab Mitte des Jahres gilt der Betreuungsanspruch im Grundschulalter ab 2026 zunächst für alle Erstklässler, ab 2029 dann für alle. Die SPD setzt sich dafür ein, dass die Einführung des Rechtsanspruchs sozialverträglich eingeführt wird und Kinder aus höheren Klassen bei Bedarf der Nachmittagsbetreuung nicht „hinten runterfallen“. Wir werden die Angebote der Schulkindbetreuung Ganztagsbetreuung im Pakt GIP insbesondere an den Schulen weiter ausbauen, an denen bislang keine Nachmittagsbetreuung stattgefunden hat oder Fördervereine dies zukünftig nicht mehr gewährleisten können.Der Kreis Offenbach hat bereits in der Wahlperiode 2021 bis 2026 auf Initiative der SPD ein flächendeckendes Angebot von Schulsozialarbeit an allen Schulen im Kreis Offenbach eingerichtet. Dies war ein erster wichtiger Schritt. Schulsozialarbeit ist für die SPD unabdingbar. Mittelfristiges Ziel bleibt es, Schulsozialarbeit als einen integral und konzeptionell im Schulprogramm verankerten Bestandteil zu festigen. Die Vernetzung mit den in den Kommunen im Jugendbereich tätigen Sozialarbeitern und Streetworkern ist weiter auszubauen.Neben gut ausgebauten und ausgestatteten Schulen hat die politische Partizipation und Demokratiebildung einen hohen Stellenwert für die SPD. Deswegen streben wir an, dass der Kreisschülerrat in der Schulausschusssitzung regelmäßig angehört wird, sowie dass Projekte gefördert werden, die demokratische Teilhabe ermöglichen und junge Menschen frühzeitig gegen extremistische Tendenzen stärken. Wir setzen uns dafür ein, dass Demokratie nachhaltig und zum Anfassen gestaltet wird. Integrationsfördernde Maßnahmen, durch die Vielfalt als gesellschaftliche Normalität reflektiert und erlebbar gemacht wird, sind besonders wichtig. Bildung und Aufklärung über Kulturen, Religionen und Weltanschauungen sind ein Schlüssel, um Vorurteile abzubauen und das friedliche Miteinander zu stärken.FDPVerlässliche Betreuung und Ganztag – damit Bildung im Alltag wirklich funktioniert Wir Freie Demokraten wollen eine Schule, die nicht nur im Stundenplan gut klingt, sondern im echten Leben funktioniert: mit verlässlicher Betreuung, bedarfsgerechtem Ganztag und klaren Zuständigkeiten. Ganztagsangebote und Ganztagsschulen sollen dort ausgebaut werden, wo Schulen es wollen und Familien sie brauchen – nicht nach ideologischer Quote, sondern nach realem Bedarf vor Ort. Der Kreismuss dafür als Schulträger rechtzeitig die Räume schaffen und Planungssicherheit herstellen. Dazu gehört für uns auch: Service statt Zuständigkeits-Wirrwarr. Familien dürfen nicht zwischen Kreis, Kommune, Schule und Jugendhilfe hin- und hergeschickt werden. Wir wollen weniger Bürokratie, klare Ansprechpartner und eine Zusammenarbeit, die Probleme schnell löst. Unterstützende Angebote wie Schulsozialarbeit, gute Übergänge und verlässliche Strukturen helfen genau dort, wo es im Alltag oft entscheidet.Warum ist das für die FDP ein Top-Thema?Weil verlässliche Betreuung und ein funktionierender Ganztag Freiheit ermöglichen: für Kinder durchbessere Bildungschancen, für Eltern durch echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das ist für uns keine Nebensache, sondern ein Kern liberaler Politik: Chancen schaffen, Eigenverantwortung ermöglichen, Alltag entlasten.
DIE LINKE
Schule und Bildung sind für uns ein zentrales Thema für den Kreis Offenbach. Als Linke setzen wir uns dafür ein, dass alle Kinder die Chance auf gute Bildung haben. Kinder aus sozial benachteiligten Familien müssen deshalb besonders gefördert werden. Wir fordern deshalb:1) Ein kostenloses Schulmittagessen in Bio-Qualität. Alle sollen gut mit Nährstoffen versorgt lernen können.2) Einen Ausbau der Schulsozialarbeit und psychologischerBeratungsangebote.3) Den Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Schulen
Bund und Länder haben den Kommunen und dem Kreis immer mehr Aufgaben aufgebürdet, ohne ihnen dafür die Finanzierung bereit zu stellen. Wir fordern deshalb, dass sie endlich ihren Pflichten nachkommen und den Kreis und die Kommunen besser finanzieren. Überreiche müssen sich endlich an der Finanzierung der Kommunen und des Kreises beteiligen. Allein die Einführung einer Vermögenssteuer könnte jährlich 150 Milliarden Euro für die Kommunen bringen.
2. Was tut Ihre Fraktion konkret, um die Schulen im Kreis und speziell in Ihrer Kommune zu verbessern in Bezug auf:
2.1. die Nachmittagsbetreuung für die Grundschulkinder (Quantität und Qualität)
Ab August 2026 gilt bundesweit der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für
Grundschulkinder.
- Wie viele Betreuungsplätze stehen an den Grundschulen in Ihrer Kommune der prognostizierten Schüler:innnenzahl bis 2029 zur Verfügung?FDP
Wir beantworten diese Frage datiert und transparent auf Basis der tatsächlichen Schul- und Kinderzahlen vor Ort. Dafür fordern wir ein kommunenscharfes Ganztags-Monitoring mit:
• prognostizierten Schülerzahlen bis 2029,
• vorhandenen Plätzen je Grundschulstandort,
• geplanter Ausbaukapazität,
• jährlichem Fortschrittsbericht.
Unser Ziel: Die Planungszahlen müssen öffentlich nachvollziehbar sein – nicht erst dann, wenn Wartelisten entstehen. - Wie will Ihre Fraktion sicherstellen, dass in Ihrer Kommune / im Landkreis ausreichend Plätze (Ausbauquote 90%) rechtzeitig bis 2029 für alle Grundschulkinder zur Verfügung stehen?FDP
Wir setzen auf vorausschauende Planung statt Notlösungen.
Konkret:
• Ausbauquote 90% bis 2029 als verbindlicher Planungsmaßstab
• bis spätestens 2027: Standortbezogene Ausbaupläne für alle Grundschulen (Räume, Träger, Personal, Zeitplan)
• frühzeitige Bau-/Erweiterungsplanung durch den Schulträger (keine Container als Dauerzustand)
• klare Zuständigkeiten zwischen Kreis, Kommune und Trägern
• Priorisierung von Ganztagsräumen im Haushalt
• wo sinnvoll und machbar: modulare/schnelle Bauweisen für zusätzliche und ggfs. wiederverwendbare Kapazitäten - Wie soll die Qualität der Betreuung (Fachpersonal, Raumkonzepte, pädagogisches Konzept) gesichert werden?
FDPFür uns zählt nicht nur „ein Platz“, sondern ein verlässliches und pädagogisch sinnvolles Angebot.Konkret:• verbindliche Qualitätsstandards für Betreuung, Lernzeiten, Bewegung und Rückzugsmöglichkeiten• gute Raumkonzepte (Essensbereich, Lernbereich, Bewegungsflächen, Ruhebereiche) • Nutzung der Schulraumkapazitäten für Betreuung und Ganztag im Raumkonzept• qualifiziertes Personal und planbare Teams• weniger Bürokratie für Träger, damit mehr Zeit bei den Kindern ankommt• Kooperation mit Schule, Eltern und Jugendhilfe• jährliches Qualitätsmonitoring (Ausfallquoten, Verlässlichkeit, Elternfeedback)
- Wie positionieren Sie sich zur Beitragsfreiheit bzw. sozialen Staffelung der Gebühren?
FDPWir Freie Demokraten setzen den Schwerpunkt auf Qualität und Verlässlichkeit statt auf teure Symbolpolitik.Unsere Position:• Soziale Staffelung bedeutet hohen Verwaltungsaufwand und Bürokratie ohne praktischen Mehrwert in Bezug auf Betreuungsqualität und Verlässlichkeit• Pauschale Beitragsfreiheit muss im größeren politischen Kontext diskutiert werden. Ein Flickenteppich sollte hier vermieden werden und die finanzielle Ausstattung der Kommunen mussgesichert sein. Ein Verlust an Betreuungsqualität oder Verlässlichkeit wäre kein Gewinn.• Unterstützung für Familien, die entsprechende Bedarfe haben• Ausreichend Mittel für Qualität, Personal und RäumeDenn eine formal „kostenfreie“ Betreuung hilft wenig, wenn Plätze fehlen oder die Qualität nicht stimmt. - Welche Rolle sollen Kooperationen mit Vereinen, Musikschulen oder außerschulischen Trägern spielen?
FDPEine sehr große. Schule ist mehr als Unterricht.Wir wollen:• verlässliche Kooperationen mit Vereinen, Musikschule, Feuerwehr, Bibliotheken, sozialen Trägern• mehr Bewegung, Kultur, praktische Angebote im Ganztag unbürokratische Rahmenvereinbarungen statt komplizierter EinzelfalllösungenDas ist FDP-Politik ganz praktisch: mehr Chancen durch Vernetzung vor Ort.
________CDUMit der kreiseigenen „GiP - Ganztag im Pakt gGmbH“ ebenso wie mit seinem Fachdienst Schule unterstützt der Kreis die Städte und Gemeinden als Betreuungsträger vor Ort. Wo es sinnvoll und durch die Städte und Gemeinden gewünscht wird, übernimmt die GiP die Betreuung komplett (derzeit an 18 Grundschulen im Kreis Offenbach).
GRÜNE
Wir unterstützen den klagesicheren Ausbau von Betreuungsplätzen im Zusammenwirken mit den Kommunen. Gleichzeitig wollen wir die Betreuung organisatorisch eng mit den Schulen verzahnen. Räume sollen so geplant werden, dass sie sinnvoll doppelt genutzt werden können – für Unterricht, Ganztag und perspektivisch auch mit Blick auf demografische Entwicklungen.
Qualität bedeutet für uns auch: gesunde, regionale Verpflegung durch entsprechende Verträge mit Caterern und die Einbindung kultureller Bildungsangebote in den Ganztag.SPDAb Mitte des Jahres gilt der Betreuungsanspruch im Grundschulalter ab 2026zunächst für alle Erstklässler, ab 2029 dann für alle. Die SPD setzt sich dafür ein, dass die Einführung des Rechtsanspruchs sozialverträglich eingeführtwird und Kinder aus höheren Klassen bei Bedarf der Nachmittagsbetreuung nicht „hinten runterfallen“. Wir werden die Angebote der Schulkindbetreuung Ganztagsbetreuung im Pakt GIP insbesondere an den Schulen weiterausbauen, an denen bislang keine Nachmittagsbetreuung stattgefunden hat oder Fördervereine dies zukünftig nicht mehr gewährleisten können. Es ist unumgänglich, dass der Austausch zwischen Schule-GiP-Eltern direkt und vor Ort, bei Bedarf auch über den Beirat oder den Schulausschuss erfolgt. Auf Grund der angespannten finanziellen Lage des Landkreises kann eine Betragsfreiheit, über das SGB VIII hinaus, aktuell nicht angedacht werden. Kooperationen mit Vereinen, Musikschulen oder außerschulischen Trägern ist stets anzustreben, auch mit dem Blick auf den echten Ganztag, damit ein Anschluss an die Vereine allen Kindern ermöglicht werden kann.FDPWir setzen uns für einen bedarfsgerechten Ausbau von Ganztagsangeboten und Nachmittagsbetreuung ein – dort, wo Familien es brauchen und Schulen es wollen. Für uns zählt nicht die Quote auf dem Papier, sondern ein Angebot, das im Alltag wirklich verlässlich und bedarfsgerecht ist. Konkret heißt das:• Mehr Plätze schaffen, bevor der Rechtsanspruch zum Chaos vor Ort führt• Rechtzeitig Räume planen und bauen (nicht wieder improvisieren)• Klare Zuständigkeiten zwischen Kreis, Kommune und Trägern• Qualität mitdenken: Hausaufgabenbetreuung, Bewegung, Lernzeiten, Kooperation mit Vereinen/Musikschule• Weniger Bürokratie für Träger, damit Zeit und Geld bei den Kindern ankommenUnser liberaler Maßstab: Verlässlichkeit für Familien und echte Wahlfreiheit, wie Betreuung vor Ortorganisiert wird.Für uns Freie Demokraten gilt: Schulen müssen im Alltag funktionieren – für Kinder, Eltern und Lehrkräfte. Dabei sind die Zuständigkeiten zwar verteilt (Kreis, Kommune, Land), aber für Familien zählt nur eines: dass es zuverlässig läuft. Genau dafür machen wir konkrete, pragmatische Politik – ohne Ideologie, mit klaren Prioritäten und messbaren Verbesserungen.
DIE LINKE
Das erhebliche Problem bei der Sicherstellung des Ganztagsanspruchs ist der Mangel an Fachkräften. Als Linke im Kreistag waren wir in der Vergangenheit hier sehr kreativ und haben mehrmals erfolglos gegenüber dem Rest des Hauses dafür geworben, dass der Kreis aktiv in die Regionen Deutschlands gehen soll, wo ein Überschuss an Erzieher*innen besteht (vor allem Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg) und dort auf Jobmessen für den Kreis Offenbach als attraktiven Lebens- und Arbeitsort wirbt. Langfristig muss sich der Kreis Offenbach intensiv für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse einsetzen und für eine vereinfachte Ausbildung in den Erzieher*innenberuf. Unserer Auffassung nach, stellen insbesondere Menschen mit ausländischen Abschlüssen im Erzieher*innenberuf eine Bereicherung im System dar - dass der Staat diese Menschen teilweise nicht in ihrem ausgebildeten Beruf arbeiten lässt, ist aufgrund der Lage nicht nachvollziehbar. Wir als Linke fordern die Kostenfreiheit von Bildung von der Kita bis zur Uni. Sollten andere Parteien aber weiter an Gebühren festhalten wollen, sollten diese zumindest sozial gestaffelt werden: Reiche sollten mehr Gebührenbezahlen, als Familien, die aufgrund steigender Mieten und Preise am Ende des Monats kaum mehr über die Runden kommen. Kooperationen mit Vereinen, Musikschulen und außerschulischen Trägern wollen wir ausdrücklich fördern. Denn so werden sowohl die Kinder als auch die Vereinslandschaft im Kreis gestärkt. Ziel sollte es zum Beispiel sein, dass jedes Kind ein Musikinstrument erlernen kann, wenn es das möchte. Dazu braucht es genügend Leihinstrumente und kostenlosen Unterricht für motivierte Schüler*innen.
2.2. die Sicherheit der Schulwege
Angesichts zunehmenden Verkehrsaufkommens, Elterntaxis und Klimaschutzdebatten:
- Welche konkreten Maßnahmen planen Sie zur Erhöhung der Schulwegsicherheit (z. B. Tempo-30-Zonen, Schulstraßen, Verkehrsberuhigung, bessere Beleuchtung, Radwege)?
FDPFür uns gilt: Schulwege müssen sicher sein – ohne ideologische Verkehrskämpfe. Wir wollen Lösungen, die vor Ort nachweislich funktionieren. Wir setzen auf einen Werkzeugkasten statt auf pauschale Einheitslösungen.Konkrete Maßnahmen zur Schulwegsicherheit:• regelmäßige Schulweg-Checks mit Schulen, Eltern, Polizei und Verwaltung• sichere Querungen, bessere Beleuchtung, klare Markierungen, freie Sichtachsen• gezielte Verkehrsberuhigung (auch baulich) an Problemstellen• sichere Fuß- und Radwegeverbindungen zur Schule• geordnete Bring- und Holbereiche, damit Elterntaxi-Chaos reduziert wird• smarte Ampelschaltungen und digitale Verkehrssteuerung, wo sinnvoll - Unterstützen Sie das Konzept temporärer Schulstraßen (Sperrung vor Unterrichtsbeginn)?
FDPWir unterstützen temporäre Schulstraßen dort, wo sie sinnvoll sind – nicht pauschal, sondern standortbezogen und mit klarer und transparenter Evaluation.Unser Ansatz:• Pilotprojekte an geeigneten Standorten• Ständige Begleitung durch Verkehrsdaten und Rückmeldungen von Schule/Eltern/Anwohnern• Entscheidung über Beibehalt/Rückbau/Ausbau nach Wirkung auf Sicherheit und Verkehrsfluss - Wie wollen Sie den Umwelt- und Klimaschutz mit Schulwegsicherheit verbinden (z. B. Förderung von Fahrrad- und Fußverkehr)?
FDPDas passt gut zusammen, wenn man es pragmatisch macht.Konkret:• sichere Fußwege und Radwege zuerst verbessern• gute und sichere Fahrradabstellanlagen (auch für Scooter) an Schulen• Schulwegkonzepte, die Fuß- und Radverkehr attraktiver machen• Anbindung an Bus/ÖPNV mit sicheren Umsteigepunkten• freiwilliges umsteigen erleichtern, statt Menschen belehren
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CDU
Zuständigkeit der Städte und Gemeinden.
GRÜNE
Kinder sollen ihre Schulen eigenständig und sicher erreichen können. Der Kreis soll sich dafür einsetzen, dass in allen Kreiskommunen brauchbare Schulwegepläne vorliegen und ein Schulstraßenprogramm etabliert wird. Wir unterstützen Initiativen wie einen „Tag der sicheren Schulwege“ zur Sensibilisierung und zum Austausch von Best-Practice-Modellen.
Sichere Querungen, verkehrsberuhigte Bereiche und eine enge Abstimmung mit den Kommunen sind für uns zentrale Bausteine.SPDDer Landkreis Offenbach passt alljährlich das Einzugsgebiet der Grundschulen in teilen an. Der Schulweg zu den Grundschulen sollte stets der kürzest Möglichste sein. Dieser ist durch ein sicheres Verkehrskonzept der einzelnen Kommunen zu gewährleisten. Im Bereich der Förderschulen werden Schulbusse eingesetzt, welche Wohnortnah die Lernenden abholen und auch am Nachmittag wieder zurückbringen. Für die weiterführenden Schulen greift das Nahverkehrskonzept des Landkreises Offenbach. Der Kreis ist unmittelbar für die Organisation des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zuständig. Er muss deshalb weitereine Verkehrsinfrastruktur schaffen, die Anreize für die Nutzung kohlendioxidfreier oder kohlendioxidreduzierter Mobilitätsangebote bietet, Möglichkeiten der Multimodalität fördert und den Umweltverbund attraktiver gestaltet. Dem Kreistag kommt bei der Ausgestaltung des Mobilitätsangebotes insbesondere eine tragende Rolle über die Kreisverkehrsgesellschaft (kvgOF)zu. Hier wird mit dem Nahverkehrsplan sichergestellt, dass ein ausgewogenes Angebot an Nahmobilität vorhanden ist und Pendler-, Schüler- und Freizeitverkehr im Sinne der derzeitigen und zukünftigen Nutzer organisiert werden. Alle Lernende aber auch Lehrende müssen – unabhängig von ihrem Wohnort – ohne eigenes Fahrzeug zur Schule gelangen können. Deshalb gilt es sicherzustellen, dass alle Stadtteile und Ortslagen mit einem guten Angebot an Bussen ausgestattet sind. Um den Busverkehr zu beschleunigen, gilt es ein Programm zum Ausbau von Busspuren an Kreuzungen voranzutreiben und durch intelligente Ampelschaltungen dem Busverkehr Vorrang an häufig frequentierten Kreuzungen einzuräumen.Verkehrskonzepte unmittelbar um die Schulen herum, müssen die Kommunenabsichern. Hier hat der Landkreis keinen Einfluss.
FDP
Schulwege müssen sicher sein – aber mit praktischen Lösungen statt Symbolpolitik. Wir wollen keine ideologischen Verkehrskämpfe, sondern sichere Wege für alle: zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus oder Elterntaxi. Konkret heißt das:
• Schulweg-Checks mit Schulen, Eltern, Polizei und Verwaltung
• Gefährliche Stellen gezielt entschärfen: sichere Querungen, bessere Beleuchtung, klare Markierungen, bessere Sichtachsen
• Smarte Ampelschaltungen und Verkehrssteuerung an neuralgischen Punkten
• Wo nötig: klare Bring- und Holzzonen, damit es vor Schulen nicht chaotisch wird
• Sichere Rad- und Fußverbindungen zur Schule, statt Stückwerk
Unser Ansatz ist dabei FDP-typisch: datenbasiert und standortbezogen – nicht mit pauschalen Verboten, sondern mit Maßnahmen, die nachweislich Sicherheit erhöhen.
DIE LINKE
Die Linke steht für den konsequenten Ausbau des ÖPNV. Er ist die klimafreundliche und kostengünstige Alternative zum Individualverkehr. Wir sind sehr dafür, dass vor Schulen Tempo 30 oder Schrittgeschwindigkeit zur Pflicht wird, um die Sicherheit der Schüler*innen zu verbessern. Dazu kann je nach Lage der Schule auch das Konzept von temporären Schulstraßen gehören. Für jede Schule im Kreis sollten gute ausgebaute Radwege existieren.
2.3. die Schultoiletten
Der Sanierungsstau an Schulen ist bundesweit weiterhin Thema.
- Welche Standards für Hygiene, Wartung und regelmäßige Kontrolle setzen Sie für Schultoiletten an?
FDPWir wollen verbindliche Standards statt „zuständig, aber keiner fühlt sich verantwortlich“• feste Reinigungsstandards mit dokumentierten Intervallen• regelmäßige technische Kontrolle (Wasser, Lüftung, Beschädigungen)• klare Zuständigkeiten und feste Reaktionszeiten bei Mängeln• Thematisierung und Sensibilisierung im Unterricht• robuste, pflegeleichte Ausstattung bei Sanierungen - Planen Sie ein verbindliches Sanierungsprogramm mit festem Zeitplan?
FDP
Ja – geplant und gestuft nach Bedarfen und Dringlichkeit.
Unsere Forderung:
• ein Sanierungsprogramm Schultoiletten mit Prioritätenliste, Zeitplan und Budget
• Veröffentlichung des Fortschritts (welche Schule, welcher Stand, wann fertig)
• keine Dauer-Reparaturpolitik ohne Gesamtkonzept - Wie sollen / können Schülervertretungen und Eltern in Qualitätskontrollen einbezogen werden?
FDPJa – sinnvoll und strukturiert. Das verbessert Qualität und Akzeptanz.Konkret:• regelmäßige Rückmeldeschleifen mit SV und Schulelternbeirat• Sensibilisierung und Thematisierung in Unterricht und SV• niedrigschwelliges Mängelmeldesystem• standardisierte Begehungen (z. B. 1–2x jährlich) mit Schulleitung/Träger
___CDU
Die KOREAL GmbH kümmert sich um die Reinigung der Schulen. Sollten Mängel durch die beauftragten Reinigungsunternehmen festzustellen, sind diese zeitnah abzustellen.
GRÜNE
Toiletten sind keine Nebensache, sondern Teil der Würde im Schulalltag. Über die kontinuierliche Sanierung der Schulgebäude durch die kreiseigene Gebäudewirtschaft wollen wir auch hier Verbesserungen systematisch umsetzen. Sanierungsbedarfe müssen transparent erfasst und priorisiert werden. Die Schulgemeinden sollen bei baulichen Entscheidungen frühzeitig
einbezogen werden.SPDDie Schultoiletten sind im Rahmen der Sanierungsprogramme der einzelnen Schulen stets im Blick zu behalten. In der vergangenen Legislaturperiode sind Hygieneprodukte an den Schultoiletten etabliert worden. Jede Schule muss über einen barrierefreien Zugang zu den Toiletten anbieten. Für die Qualitätskontrollen vor Ort und die Pflege der Einrichtungen ist Schulgemeinschaft in Zusammenarbeit mit dem Reinigungspersonalverantwortlich.
DIE LINKE
Die Schultoiletten sollten täglich gereinigt und ihr Zustand mindestens einmalwöchentlich überprüft und zurückgemeldet werden. Im Unterricht sollte frühauf das Thema hingewiesen werden, um eine ordentliche Benutzung der Toiletten möglich zu machen. Schülervertretungen und Eltern sollten
mindestens einmal im Halbjahr zum Zustand der Toiletten befragt werden. Es sollten auch nicht zum Übergang Container-Toiletten verwendet werden. Durch eine Holzmodulbauweise gibt es keine unbeheizten Toilettenräume (mit keinem warmen Wasser) und warmes Wasser steht zur Verfügung. Wir haben uns im Kreis für kostenlose Menstruationsartikel eingesetzt und auf Basis unserer Initiative wurden diese flächendeckend eingeführt. Wir wollen aber ein Konzept bei dem Schüler*innen nicht erst Lehrkräfte darum fragen müssen, weil das in unserer Gesellschaft noch immer schambehaftet ist. Wir wollen Automatenkonzepte auf allen Schultoiletten, durch die möglichst anonym entsprechende Hygieneartikel genutzt werden können. Verfügbare Periodenartikel müssen so selbstverständlich sein wie Klopapier und Seife.
2.4. die Kapazitäten in den Schwimm- und Sporthallen
Die Nichtschwimmerquoten bei Kindern ist weiterhin steigend.
- Wie will Ihre Fraktion ausreichende Schwimmzeiten für Schulen sicherstellen?
FDP
• kreisweite Bedarfs- und Auslastungsanalyse für Schwimmzeiten
• Priorisierung von Schulschwimmen in der Belegungsplanung
• bessere Abstimmung zwischen Kreis, Kommunen, Bädern und Schulen
• Perspektivisch ein reines Lehrschwimmbecken nach Möglichkeit zentral im Kreis
• zusätzliche Förderzeiten für Kinder mit Nachholbedarf - Gibt es konkrete Pläne zum Neubau oder zur Sanierung von Schwimm- und Sporthallen?
FDP
Wir wollen eine verbindliche Prioritätenliste auf Basis des tatsächlichen Bedarfs. Konkret:
• Sanierung vor Verfall
• Neubau/Erweiterung dort, wo Kapazitäten nachweislich fehlen
• Planung immer mit Blick auf Schule + Verein +
• Ganztag wirtschaftliche, zügige Bauweise (wo sinnvoll modular) - Wie gehen Sie mit Nutzungskonflikten zwischen Schulen und Vereinen um?
FDP
Nicht gegeneinander, sondern miteinander und klar organisiert/strukturiert.
Unser Ansatz:
• transparente Belegungsregeln
• frühzeitige Abstimmung mit Vereinen
• bessere Ausnutzung vorhandener Zeiten
• bei Engpässen: zusätzliche Kapazität schaffen statt nur verteilen - Unterstützen Sie verpflichtende Schwimmförderprogramme für Grundschulkinder?
FDP
Wir unterstützen das Ziel klar: Jedes Kind soll (muss) schwimmen lernen. Da die Lehrpläne Landessache sind, setzen wir auf:
• verlässliche Schwimmzeiten
• Förderangebote für Nichtschwimmer
• enge Kooperation mit Schulen und Vereinen
• zusätzliche Kurse dort, wo Defizite bestehen
___CDUDer Kreis Offenbach vergütet die Nutzung der kommunalen Sporthallen und Schwimmbäder und trägt somit zum Erhalt dieser Einrichtung bei. Bei Schulneubauten wie beispielsweise zuletzt in Heusenstamm werden Sporthallen mit gebaut. Diese stehen auch dem Vereinssport zur Verfügung.
GRÜNE
Sport- und Schwimmfähigkeit gehören zum Bildungsauftrag. Bei Neubau- und Erweiterungsplanungen wollen wir den Bedarf an Hallenkapazitäten konsequent berücksichtigen. Gleichzeitig soll der Kreis Sportvereine unterstützen, die vor strukturellen Herausforderungen stehen. Wir setzen auf langfristige Bedarfsplanung und bessere Abstimmung zwischen Schule und Vereinssport.SPD„Sport für alle“ bedeutet auch, dass der Kreis seine Sporthallen weiterhin den Vereinen zur Verfügung stellt. Der Kreis Offenbach unterstützt die Vereine beim Bau weiterer Sportstätten oder deren Renovierung, den Sportkreis als Servicestelle seiner Vereine und bei der Ehrung verdienter Sportlerinnen und Sportler aus dem Kreis. Dieses Engagement des Kreises wollen wir ausbauen und werden in der kommenden Legislaturperiode einen besonderen Schwerpunkt bezüglich der Entwicklung des Ehrenamtes und der Vereine und Verbände setzen. Die Schwimmhallen obliegen in unterschiedliche Trägerschaft, sodass hier die SPD sich für eine kostenneutrale Nutzung innerhalb des Schulsport einsetzen möchte.
FDP
Schwimmen und Sport sind Teil von Bildung, Gesundheit und Sicherheit. Deshalb brauchen Schulen verlässliche Hallen- und Wasserzeiten – nicht nur auf dem Papier. Konkret heißt das:
• Transparente Bedarfsplanung für Sporthallen- und Schwimmzeiten im Kreis
• Errichtung eines Lehrschwimmbeckens nach Möglichkeit zentral im Kreis gelegen – ausschließlich fürs schulische Schwimmenlernen ohne Schnickschnack (kein Spaßbad). Kooperative Nutzung durch Schwimmsportvereine nach Schulschluss.
• Sanierungen und Neubauten nach klarer Prioritätenliste, nicht nach Lautstärke
• Bei Engpässen: interkommunale Abstimmung und bessere Auslastung vorhandener Kapazitäten
• Neubauten/Erweiterungen mitdenken: Schule + Verein + Ganztag
• Wo sinnvoll: modulare Bauweisen, um schneller zusätzliche Kapazitäten zu schaffen
Unser liberaler Anspruch: Investitionen dort, wo sie echten Nutzen bringen – gerade bei Infrastruktur, die täglich gebraucht wird.
DIE LINKE
Gerade in Zeiten von Hitzesommern sind Schwimmbäder im Sommer eine sehr gute Möglichkeit, um sich abzukühlen. Schwimmen ist eine effektive Möglichkeit sich ausreichend zu bewegen und damit etwas für die Gesundheit zu tun. Darum sollte jedes Kind in der Grundschule im Sportunterricht Schwimmunterricht haben. Unsere Fraktion stellt sich entschieden gegen die Pläne zur Schließung von Schwimmbädern. Wir haben als Fraktion uns intensiv für eine Sicherstellung des Bäderbetriebs und eine solidarische Finanzierung der Bäder über die Kommunen und den Kreis eingesetzt, um
diese vor Schließungen zu bewahren. Nur so kann der Schulschwimmunterricht dauerhaft sichergestellt werden. Wir fordern einen kreisweiten Rettungsschirm für Schwimmbäder, die in finanzielle Nöte geraten sind. Außerdem stehen wir für die Sicherung aller bestehenden Sport- und Freizeiteinrichtungen.
2.5. die Förderung digitale Kompetenzen
Nach Auslaufen des Digitalpakts Schule steht die Anschlussfinanzierung im Fokus.
- Wie soll die digitale Infrastruktur (WLAN, Endgeräte, Wartung, IT-Support) nachhaltig gesichert werden?
FDP
Wir wollen weg vom punktuellen Förderprogramm-Denken hin zu einer dauerhaften Grundfinanzierung.
• verlässliche Haushaltsmittel für Schul-IT (nicht nur Einmalförderung)
• professionelles IT-Management durch den Schulträger
• klare Supportstrukturen und feste Ansprechpartner vor Ort oder zumindest zentral
• regelmäßige Erneuerungszyklen statt Technikverschleiß bis zum Ausfall
• Service-Level mit transparentem Reporting für Reparaturen und Störungen - Wie wollen Sie Schulen bei der Medienbildung und beim Umgang mit KI-Tools unterstützen?
FDP
• Medienbildung verbindlich im Schulalltag stärken (Quellenkritik, Datenschutz, Fake News)
• Fortbildungsangebote für Lehrkräfte – praxisnah und dauerhaft
• KI als Werkzeug kompetent nutzen lernen (Chancen, Risiken und Grenzen)
• klare Regeln für den verantwortungsvollen Einsatz von KI im Unterricht - Welche Konzepte haben Sie zum Schutz vor Cybermobbing und zur Stärkung der Medienkompetenz?
FDP
• Präventionskonzepte und Workshops an Schulen - nicht nur reagierend im Krisenfall
• Kooperation mit Schulsozialarbeit, Eltern, Polizei und externen Fachstellen
• Aufklärung zu Cybermobbing, Datenschutz, Social-Media und den Risiken im digitalen Raum
• klare und transparente Ansprechstrukturen vor Ort für Betroffene - Wie stehen Sie zu 1:1-Ausstattungskonzepten (ein Gerät pro Schüler:in)?
FDP
Grundsätzlich ja – wenn es pädagogisch eingebettet und technisch abgesichert ist. Unsere Position:
• Zugang zu einem Gerät für alle Kinder, unabhängig vom Einkommen
• praktikable Modelle (Leihe/Pool/1:1/...) je nach Schulkonzept
• nicht nur Geräte anschaffen, sondern Wartung, Support und Unterrichtskonzepte mitdenken und vorausschauend mit finanzieren FDP-Kernpunkt: Digitale Chancengleichheit braucht Verlässlichkeit, nicht nur Förderbescheide.
___CDUDer Kreis Offenbach hat als einer der ersten Schulträger hessenweit den Digitalpakt vollständig umgesetzt und somit die sächlichen Voraussetzungen für den Unterricht von morgen geschaffen. Die Förderung digitaler Kompetenzen liegt in der Verantwortung des Landes Hessen mit seinen Lehrerinnen und Lehrern.
GRÜNE
Digitale Förderung bedeutet für uns mehr als technische Ausstattung. Wir wollen den Netzausbau vorantreiben und digitalen Zugang auch als Teil kultureller Bildung verstehen. Digitale Angebote sollen Schülerinnen und Schüler befähigen, kritisch, kreativ und verantwortungsvoll mit Medien umzugehen.
Digitalisierung soll Pädagogik unterstützen – nicht ersetzen.SPDLernmittelfreiheit bedeutet heute mehr als Schulbücher. Sie umfasst auch digitale Endgeräte, Software und Lernmaterialien. Der Kreis Offenbach fordert daher vom Land Hessen, dass echte Lernmittelfreiheit umgesetzt wird. Digitale Bildung ist wesentlicher Bestandteil eines zukunftsfähigen Bildungswesens. Schnelles Internet, flächendeckendes WLAN und moderne Endgeräte sind Voraussetzung, damit Schülerinnen und Schüler im internationalen Wettbewerb bestehen. Mit dem Digitalpakt wurden die Schulen im Kreis Offenbach mit Internetversorgt. Das Land Hessen muss ein einheitliches pädagogisches Konzept fürdigitales Lernen entwickeln. Wir wollen, dass alle Kinder die gleichen Chancen im digitalen Zeitalter haben – unabhängig davon, auf welche Schule sie gehen. Einem Ausstattungskonzept von 1:1 stehen wir positiv gegenüber. Die Planung und Koordinierung bezüglich der Endgeräte kann hier jedoch nur über die Schulen laufen.
FDP
Digitale Bildung heißt für uns nicht: Geräte verteilen und fertig. Entscheidend ist, dass Technikfunktioniert und dass Kinder lernen, sie kompetent und verantwortungsvoll zu nutzen.
Konkret heißt das:
• Zuverlässige digitale Ausstattung und stabiles WLAN an allen Schulen
• Endgerätezugang für alle Kinder, unabhängig vom Einkommen der Eltern
• Professionelles IT-Management durch den Kreis: Wartung, Support, schnelle Reparaturen
• Medienkompetenz verbindlich stärken: Quellen prüfen, Datenschutz, Social-Media, Fake News
• Fortbildungen für Lehrkräfte – auch pragmatisch und schulnah organisiert
• KI-Kompetenz schrittweise mitdenken: Chancen nutzen, Risiken verstehen
FDP-Kernpunkt: Digitale Kompetenz ist Freiheitskompetenz – sie schützt vor Risiken, Manipulation und schafft echte Chancen.
DIE LINKE
Die Digitalisierung der Schule sowie der Einsatz von KI wird sich nicht aufhalten lassen. Dies bringt viele Chancen aber auch Risiken mit sich. Deshalb
sollten Schüler*innen frühzeitig über den richtigen Umgang mit diesen Techniken unterrichtet werden. Die Prävention des Cybermobbings ist wichtig; sie sollten Schulsozialarbeiter*innen übernehmen. KI kann (richtig eingesetzt)ein sinnvolles Hilfsmittel sein, darf aber nicht zu weiterem Abbau von pädagogischem Personal führen. denn grundlegend für eine gute Bildung ist immer die Beziehung zwischen Menschen. Der Einsatz von KI darf auch nicht dazu führen, dass sprachliche und mathematische Grundkompetenzen zu kurzkommen. Viele Schüler*innen sind schon jetzt überfordert vom Verstehen und Verfassen längerer Texte. Hier kann zu früher Einsatz von KI schädlich sein. Zudem fordern wir Linke frei zugängliche KI-Software anstatt profitorientierten und rechtlich fragwürdigen Einsatzes der KI von großen Tech-Konzernen an Schulen. Bei wichtigen Gegenständen wie Schulnotebooks sollte jede*r Schüler*in ein eigenes Gerät zur Verfügung gestellt werden. Die Geräte müssen regelmäßig auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Normalerweise stellt dafür das Land Fördermittel zur Verfügung. Wenn dies nicht geschieht, muss der Kreis eigene Investitionen prüfen.
2.6. die Verbesserung von Inklusion, auch beim Schulessen
- Wie wollen Sie die baulichen und personellen Voraussetzungen für echte Inklusion verbessern?
FDP
• barrierefreie Schulgebäude und Räume schrittweise ausbauen
• bessere Abstimmung zwischen Schule, Jugendhilfe, Trägern und Eltern
• realistische Ausstattung, statt Überforderung der Teams
• Unterstützungsstrukturen vorausschauend denken und verlässlich finanzieren - Wie stellen Sie sicher, dass Schulessen auch für Kinder mit Behinderungen, Allergien wie zB Zöliakie, kulturellen oder religiösen Anforderungen, sowie vegetarischer oder veganer Ernährung geeignet ist?
FDP
Das ist Teil gelingender Inklusion. Konkret:
• verlässliche Allergenkennzeichnung (z. B. Zöliakie, usw.)
• organisatorisch sichere Lösungen bei Unverträglichkeiten
• Angebote für unterschiedliche kulturelle/religiöse Anforderungen – ohne Verbote
• vegetarische und nach Möglichkeit vegane Optionen
• praktikable Abläufe und genug Zeit für Kinder mit Unterstützungsbedarf beim Essen - Wie bewerten Sie die derzeitige Personalausstattung im Bereich Schulbegleitung und Förderkräfte?
FDP
In vielen Bereichen ist die Ausstattung heute aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend planbar und nicht ausreichend verlässlich. Deshalb wollen wir:
• vorausschauende und bessere Bedarfsplanung
• schnellere Verfahren
• klare Zuständigkeiten, Flexibilität vor Ort schaffen/ermöglichen
• weniger Bürokratie bei Unterstützungsleistungen - Welche konkreten Maßnahmen planen Sie zur Reduzierung von Ausgrenzung im Schulalltag?
FDP
• Präventionsarbeit gegen Mobbing und soziale Ausgrenzung
• Schulsozialarbeit stärken, sensibilisieren und Aufmerksamkeit/Achtsamkeit schaffen
• klare Regeln und verlässliche Ansprechpersonen vor Ort
• inklusive Freizeit-, Ganztags- und Essensstrukturen mitdenken
___CDUDer Kreis Offenbach wird das Thema Schulverpflegung verstärkt mit der kreiseigenen „GiP - Ganztag im Pakt gGmbH“ angehen und Schritt für Schritt einheitliche Standards für die Verpflegung an alle Schulen bringen.
GRÜNE
Barrierefreiheit an allen Schulen ist für uns ein klares Ziel. Sorgeberechtigte sollen bei der Beantragung schulbegleitender Hilfen qualifiziert unterstützt werden. Inklusive Schulkonzepte verdienen die Unterstützung des Schulträgers. Auch beim Schulessen achten wir auf gesundheitsfördernde und regionale Angebote, die unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen.SPDDas Beherrschen der deutschen Sprache ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Integration und Teilhabe. Ziel muss es daher sein, bedarfsgerechte Angebote zur Sprachförderung zu integrieren und weiterzuentwickeln. Gerade in der Vereinsarbeit ist Integration und Teilhabe sowie Zusammenhalt und Verantwortung unersetzbar und muss weiter gefördert werden, auch im Hinblick auf den Ganztag sind hier Kooperationen anzustreben. Deswegen setzen wir uns dafür ein, den Zugang zu den Vereinen vom Feuerwehrverein über den Sportverein bis zum Jazz-chor zu fördern. Wir wollen unsere Vereine und Verbände in das Ganztagsangebot stärker integrieren und Kooperationen zwischen Vereinen und allen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen unterstützen. Beim Betrieb der Mensen in den Schulen werden wir auf gesunde Ernährung achten. Das Beantragen von finanzieller Unterstützung soll so einfach wie möglich erfolgen. Eine bedarfsgerechte Auswahl der Speisen in den Mensen ist Grundvoraussetzung für die inklusive Teilhabe im Schulalltag. Der Ausbau der Schulen zur inklusiven Beschulung ist verpflichtend, dem kommt der Landkreis im Rahmen der Schulsanierungen nach. Bei Bedarf, welcher von den Schulen gemeldet werden muss, müssen einzelne Maßnahmen eingeleitet werden.
FDP
Für uns ist Inklusion keine Ideologie und keine Quote, sondern die Frage: Was ist die beste Lösung für das einzelne Kind? Maßstab sind Bedürfnisse und Praxistauglichkeit. Konkret heißt das:
• Inklusion dann stärken, wenn Schulen dafür personell und räumlich ausgestattet sind
• Bessere Abstimmung zwischen Schule, Jugendhilfe, Eltern und Trägern
• Unterstützungsangebote so organisieren, dass Teams nicht überfordert werden
• Barrierefreie und praktikable Lösungen beim Schulessen:
o zugängliche Mensa-Strukturen
o verlässliche Unterstützung für Kinder mit Einschränkungen
o klare Kennzeichnung bei Allergien/Unverträglichkeiten
o organisatorisch passende Abläufe (z. B. genug Zeit, ruhige Rahmenbedingungen)
• Weniger Bürokratie bei Hilfen, mehr Fokus auf das, was im Schulalltag wirklich funktioniert
Unser liberaler Ansatz: individuelle, (schul-)kindgerechte Lösungen, statt starrer Vorgaben.
DIE LINKE
Schulneu- und Umbauten müssen grundsätzlich barrierefrei sein. Wir setzen auf externe Expertise im Bereich inklusiver Umbau des öffentlichen Raums und haben hierfür im Kreistag die Schaffung einer entsprechenden Stellebeantragt. Um Ausgrenzung im Schulalltag zu bekämpfen, wollen wir die Schulgemeinden darin unterstützen extracurriculare Angebote für die Schüler*innen zu etablieren. Wir möchten, dass zu jedem Essen mit tierischen Produkten eine vegane Alternative angeboten wird. So kann am besten gewährleistet werden, dass alle Kinder gleich welcher Religion oder welchen Essensstils ein gesundes Essen bekommen. Auch bei Allergien sollte darauf geachtet werden, dass Alternativen zur Verfügung gestellt werden.
2.7. die Verbesserung der mentalen Gesundheit von Lehrkräften und Lernenden
Studien zeigen steigende psychische Belastungen bei Kindern und Lehrkräften.
- Welche Maßnahmen unterstützen Sie zur Stärkung der Schulsozialarbeit und Schulpsychologie?
FDP
• Schulsozialarbeit flächendeckend weiterentwickeln, besonders an Grundschulen
• bessere Vernetzung mit Jugendhilfe, Beratungsstellen und Präventionsangeboten
• verlässliche Strukturen statt befristeter Projektlogik
• das Land bei der Schulpsychologie stärker in die Pflicht nehmen - Planen Sie Programme zur Prävention von Mobbing, Gewalt und digitaler Überforderung?
FDP
Selbstverständlich und in den Schulalltag integriert.
Konkret:
• verbindliche Präventionskonzepte an Schulen – mehr Prävention, statt Reaktion
• Programme zu Mobbing, Gewaltprävention und Medienstress
• Einbindung der Eltern (Medienerziehung beginnt und endet nicht am Schultor)
• schulnahe Unterstützungsangebote, statt nur externer Verweise - Wie kann die Kommune Lehrkräfte unterstützen, obwohl Personalpolitik primär Ländersache ist?
FDP
Lehrkräftepolitik ist Landessache – aber der Kreis/die Kommune kann dennoch viel entlasten. Konkret:
• funktionierende Gebäudeinfrastruktur (Toiletten, Räume, Raumtypen, Lüftung)
• funktionierende IT mit entsprechendem, schnellem Support vor Ort
• verlässliche Ganztags- und Unterstützungsstrukturen
• schnelle Hilfe bei Alltagsproblemen statt zusätzlichem Organisationsstress
Kurz: Weniger Störungen und Beeinträchtigungen im System = mehr Energie für Unterricht. - Wie bewerten Sie multiprofessionelle Teams an Schulen (Sozialpädagogik, Psychologie, Gesundheitsfachkräfte)?
FDP
Wir bewerten sie sehr positiv. Unsere Position:
• multiprofessionelle Teams sind ein zentraler Baustein moderner Schule
• Lehrkräfte sollen im speziellen Rahmen unterrichten können
• Sozialpädagogik, Psychologie und weitere Fachkräfte entlasten und verbessern Qualität
FDP-typisch heißt das: Rollen klar definieren, Zusammenarbeit praktisch organisieren, Wirkung messen.
___CDUHierfür ist das Land verantwortlich.
GRÜNE
Neben dem Ausbau der Schulsozialarbeit setzen wir uns für eine stärkere psychologische Versorgung und Präventionsangebote ein. Lehrkräfte benötigen Entlastung durch multiprofessionelle Teams und verlässliche Strukturen.SPDDurch einen stetigen innovativen Ausbau und Neugestaltung von Schulgebäuden und Außenanlagen, ist auch eine Verbesserung der mentalen Gesundheit anzustreben. Kreativität benötigt Raum, dies ist sowohl draußen z.B. durch grüne Klassenzimmer als auch drinnen z.B. durch Differenzierungsräume zu ermöglichen. Der Landkreis hat hier lediglich die Kompetenz im Bereich Schulbau und -gelände. Die SPD wird sich auch zukünftig hier für einen fortschrittlichen Ausbau und Gestaltung einsetzen.Maßnahmen, wie der Ausbau der flächendeckenden Schulsozialarbeit, hat die SPD in der letzten Legislaturperiode bereits eingeleitet und sollte bei Bedarf und finanziellen Möglichkeiten weiter ausgebaut werden. Die Schulpsychologen sind in der Regel bei den staatlichen Schulämter nangestellt und somit dem Land Hessen unterstellt. Dies gilt für fast alle angestellten und verbeamteten Mitarbeitenden der multiprofessionellen Teams an Schulen.
FDP
Leistung braucht ein gutes Umfeld. Wer will, dass Schule besser wird, muss auch die Belastungen im Alltagernst nehmen – bei Schülerinnen und Schülern genauso wie bei Lehr- und Betreuungskräften.
Konkret heißt das:
• Schulsozialarbeit flächendeckend stärken, besonders an Grundschulen
• Prävention ausbauen: Konflikttraining, Suchtprävention, Gewaltprävention, Mobbingprävention
• Bessere Vernetzung von Schule, Jugendhilfe und Beratungsangeboten
• Lehrkräfte entlasten, wo der Kreis zuständig ist: funktionierende Gebäude, funktionierende IT, schnelle Unterstützung statt Zusatzärger
• Schulen sollen verlässliche Ansprechpartner für Krisen- und Belastungssituationen haben
FDP-Perspektive: Nicht immer neue Programme aufsetzen, sondern die vorhandenen Hilfen wirksam machen, vernetzen und konkret entlasten.
DIE LINKE
Wir wollen mehr Sozialarbeiter*innen an den Schulen, die sich um die Prävention von Mobbing (gerade auch im Bereich der sozialen Medien) und Gewalt kümmern. Lehrer*innen sollten gezielt zu psychischen Krankheiten wie Depressionen und Angsterkrankungen sowie Neurodivergenz (ADHS, Autismus) geschult werden. Nur über ein besseres Verständnis kann auch ein besserer Umgang mit psychisch kranken und/oder neurodivergenten Schüler*innen erreicht werden. Der Einbezug von Menschen aus verschiedenen Professionen kann dabei nur hilfreich sein.
2.8. den Ausbau der Schulen sowie Begrünung und Beschattung
Die Anzahl der Hitzeperioden steigt. Gleiches gilt für die Schülerzahlen.
- Welche konkreten Schulbau- oder Erweiterungsprojekte planen Sie bis 2031?
FDP
Die konkrete Projektliste muss im Schulentwicklungsplan verbindlich ausgewiesen werden – mit Zeitplan und Prioritätensetzung. Unsere Forderung:
• bis spätestens 2027: aktualisierter Schulentwicklungsplan mit öffentlicher Prioritätenliste
• transparente Schulentwicklungsplanung unter aktiver Einbeziehung der Schulgemeinden
• anschließend jährlicher Fortschrittsbericht (Planung, Kosten, Baufortschritt) und Controlling
• klare Priorisierung von Ganztagsfähigkeit, Sanierung und Kapazitätserweiterung - Welche Standards sollen bei Neubauten gelten (z. B. Energieeffizienz, Photovoltaik, nachhaltige Baustoffe)?
FDP
Wir setzen auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit, statt (teurer) Symbolpolitik.
Konkret:
• hohe Energieeffizienzstandards bei trotzdem wirtschaftlicher Betrachtung
• Prüfung und Nutzung von Photovoltaik auf geeigneten Dächern und nicht symbolisch
• langlebige, wartungsarme Bauweise
• wo sinnvoll: Holz-/Modulbauweise für schnellere Umsetzung und ggfs. Wiederverwendbarkeit
• Lebenszyklus-Kosten immer mitdenken (Bau, Betrieb und Instandhaltung) - Planen Sie verbindliche Maßnahmen zur Begrünung und Beschattung von Schulhöfen? Welche?
FDP
• verbindlicher, fortzuschreibender Hitze-Check für Schulstandorte
• mehr Bäume und Begrünung, wo möglich
• feste Verschattungselemente (Segel, stationäre Sonnenschirme, Dächer, Sonnenschutz, ...)
• klimaangepasste Schulhofgestaltung mit Aufenthaltsqualität - Wie stellen Sie sicher, dass Schulen hitzeresilient werden (Kühlkonzepte, Trinkwasserspender, Verschattung)?
FDP
Das ist kein Luxus, sondern Gesundheitsschutz. Konkret:
• Verschattung von Höfen und Aufenthaltsflächen wo sinnvoll und baulich machbar
• Trinkwasserspender beziehungsweise gesicherte Trinkwasserversorgung in den Schulen
• sinnvolle Lüftungs- und Sonnenschutzkonzepte in Gebäuden
• hitzeangepasste Schulentwicklungsplanung bei Sanierung und Neubau
• Evaluation im Schulalltag
Unser Maßstab ist liberal-pragmatisch: wirksame Maßnahmen mit klarem Nutzen, nicht teure Symbolprojekte.
___CDUBezüglich des Ausbaus siehe Frage Nr. 1. Der Kreis Offenbach wird im Zuge seiner Maßnahmen zurKlimaanpassung Flächen entsiegeln und für die Verschattung sorgen. Mit der kreiseigenen KOREALGmbH ist eine schnelle und zielgerichtete Umsetzung möglich. Alleine im Kreishaushalt 2026 sindInvestitionen für Schulbau und Schulhofgestaltung in Höhe von ca. 80 Mio. Euro vorgesehen.
GRÜNE
Bei Neubauten und Sanierungen wollen wir ökologische Bauweisen stärken, Photovoltaik ausbauen, Schulhöfe entsiegeln, Begrünung und Regenwassernutzung fördern sowie systematisch Hitzeschutzmaßnahmen umsetzen. Schulen müssen auf die klimatischen Realitäten vorbereitet sein – das ist Gesundheitsvorsorge.SPDDie SPD möchte den Schulentwicklungsplan fortschreiben und kontinuierlich aktualisieren, um den weiterhin bestehenden Zuwachs bei Schülerinnen und Schülern zu bewältigen. In enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden erfolgt bereits seit Jahren ein kontinuierlicher Ausbau der Betreuungsangebote an den Grundschulen. Bereits in der vergangen Legislaturperiode wurde die Entsiegelung und Begrünung der Schulhöfe in die Wege geleitet und gilt auch Zukünftig weiter voran zu treiben. Alle Schulen werden wo möglich mit PV Anlagen über die KOREL bestückt. Der Kreistag hat eine Holzmodulbauweise für nötige Ersatzbauten bereits in der laufenden Legislatur verabschiedet. Eine Versorgung der Schulen mit Trinkwasserspendern ist sicherzustellen.
FDP
Wir wollen zukunftssicher planen, statt improvisieren. Schulbau muss vorausschauend erfolgen – mit Blick auf Schülerzahlen, Ganztag, Klimaresilienz und Aufenthaltsqualität. Konkret heißt das:
• Regelmäßige, transparente Schulentwicklungsplanung (mindestens alle drei Jahre)
• Klare Prioritäten bei Sanierung, Erweiterung und Neubau
• Raus aus Containern, rein in dauerhafte, moderne Lernorte
• Wo sinnvoll: schnelle, nachhaltige Modulbauweise (z. B. auch Holzmodule)
• Schulhöfe und Außenflächen schrittweise klimaangepasst gestalten wo möglich:
o mehr Begrünung
o mehr Schatten/Beschattung
o bessere Aufenthaltsqualität bei Hitze
• Gebäude modernisieren mit Blick auf Energieeffizienz und Alltagstauglichkeit
Die Schulgebäude im Kreis Offenbach befinden sich dank „PPP“ in einem guten Allgemeinzustand. Diesen wollen wir erhalten und fortschreiben, sanieren sowie bedarfsgerecht ausbauen. Der Schulbau darf nicht(wieder) zum finanziellen Steinbruch für die Kreisfinanzen werden.
Unser liberaler Maßstab: Investitionen mit langfristigem Nutzen – für Bildung, Klima-Anpassung und kommunale Finanzen.
DIE LINKE
Ein neuer Schulentwicklungsplan muss zügig nach der Kommunalwahl erstellt werden, um die zukünftigen Bedarfe zu evaluieren. Hieraus werden sich die akuten Bedarfe für 2031 ergeben. Für uns ist die energetische Selbstversorgung und die regionale Energieerzeugung zu favorisieren. In diesem Sinne soll bei Schulbauten grundsätzlich geprüft werden, wie mit Photovoltaik und Wärmepumpen Schulen energetisch versorgt werden können. Dies ist allerdings bei jeder Schule individuell zu bewerten. Bei Interims-Schulbauten sollten Holzmodulbauweisen verwendet werden, denn Container sind im Sommer zu warm und im Winter zu kalt. Schulhöfe sollten einen bestimmten Prozentsatz an Grünflächen und Bäumen aufweisen, um genügend Schatten zu spenden und Schüler*innen mit der Natur vertraut zu machen. Kostenlose Trinkwasserspender sollte es an jeder Schule geben, um eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten.
Allgemein
GRÜNE
Schulpolitik im Kreis Offenbach ist für uns eine Verbindung aus pädagogischer Qualität, sozialer Verantwortung, moderner Infrastruktur und Klimaanpassung.
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