Im Rahmen der Kommunalwahl 2026 in Hessen hat der Kreiselternbeirat Wahlprüfsteine formuliert und nachfolgende Fragen an alle Parteien im Kreis Offenbach und den 13 Kommunen formuliert.
KONKRETISIERUNG DER FRAGEN UND THEMENPUNKTE
Dreieich
Antworten von CDU, GRÜNE & FDP + Nachtrag vom 6.3.
Leider keine Antworten von SPD
1. Welche drei schulbezogenen Themen haben für Ihre Fraktion in der
kommenden Wahlperiode oberste Priorität – und warum?
- Welche drei schulpolitischen Themen haben für Ihre Fraktion in der Wahlperiode 2026–2031 oberste Priorität – und wie begründen Sie diese Priorisierung vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen (Lehrkräftemangel, angespannte Haushaltslage vieler Kommunen, steigende Schülerzahlen, Ganztagsanspruch ab 2026)?
- Welche konkreten Ziele (messbar und mit Zeitrahmen) wollen Sie bis 2031 im Schulbereich erreicht haben?
- Wie stellen Sie sicher, dass schulpolitische Themen trotz finanzieller Belastungen (z.B. steigende Baukosten, Energiekosten, Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst) ausreichend finanziert werden?
GRÜNE
- Im Grundschulbereich soll die Stadt die Schulen unterstützen, ihre Ganztagsbetreuung auch mit örtlichen Vereinen zu stemmen - denn davon profitieren Kinder, Vereine und Schulen. Nur mit vielen Akteuren gelingt es, ein gutes Ganztagsangebot auf die Beine zu stellen.
- Belange von Kindern und Jugendlichen brauchen eine eigene Plattform für einen konstruktiven Austausch mit allen relevanten Akteuren - auch den Schulen und dem Stadt- und Kreiselternbeirat. Darum machen wir uns als GRÜNE Dreieich stark für einen Runden Tisch Kinder. Dieser soll Gremien beraten und die Sicht von Kindern und Familien bei für sie relevanten Themen einbringen und selbst Impulse setzen.
- Die Mitsprache von Kindern und Jugendlichen in Dreieich ist uns wichtig. Darum unterstützen wir das Jugendparlament und setzen uns dafür ein, dass die Belange von Kindern und Jugendlichen im Stadtparlament Gehör finden.
FDP
Für die kommende Wahlperiode sehen wir drei zentrale Aufgaben im Bildungs- und Betreuungsbereich: eine verlässliche Betreuung für Kinder, gute Gebäude und eine moderne Ausstattung.
Eine erste Priorität ist eine verlässliche Betreuung für Kinder und Familien. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass Betreuungsangebote funktionieren und gut organisiert sind. Gleichzeitig müssen Betreuungsplätze weiter ausgebaut werden. Dabei geht es nicht nur um die Anzahl der Plätze, sondern auch darum, ausreichend Fachkräfte zu gewinnen. Deshalb wollen wir Programme zur Gewinnung von Erzieherinnen und Erziehern stärken, zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen und die geschaffenen Möglichkeiten für Quereinsteiger nutzen.
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Qualität der Betreuung und der Einrichtungen. Betreuung ist mehr als reine Aufsicht. Kinder sollen gefördert werden und vielfältige Angebotenutzen können, etwa in den Bereichen Sprache, Sport, Kunst oder Musik. Hier mussdringend ein Konzept gefunden werden wie auch die ortsansässigen Vereine sinnvoll und verlässlich eingebunden werden können. Gleichzeitig müssen Gebäude und wichtige Bereiche wie Sanitäranlagen oder Küchen schrittweise modernisiert werden, damit gute Bedingungen zum Lernen und zur Betreuung gegeben sind.
Die dritte Priorität ist eine zeitgemäße digitale Ausstattung. Eine stabile Internetverbindung und moderne technische Infrastruktur sind wichtige Voraussetzungen für zeitgemäßes Lernen und eine funktionierende Organisation im Schulalltag.
Da der Kreis der Schulträger ist werden viele bauliche und strukturelle Entscheidungen
dort getroffen werden. Wir als Kommune können vor allem durch Zusammenarbeit, politische Initiativen und ergänzende Maßnahmen unterstützen.
Bis 2031 wollen wir erreichen, dass Betreuungsangebote verlässlich funktionieren, die
Qualität der Angebote weiter verbessert wird und notwendige Modernisierungen Schritt für Schritt umgesetzt werden. Grundlage dafür ist eine solide Finanzpolitik, die Investitionen in Bildung ermöglicht und gleichzeitig Familien nicht übermäßig belastet.
Kommune zu verbessern in Bezug auf:
2.1. die Nachmittagsbetreuung für die Grundschulkinder (Quantität und Qualität)
Ab August 2026 gilt bundesweit der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für
Grundschulkinder.
- Wie viele Betreuungsplätze stehen an den Grundschulen in Ihrer Kommune der prognostizierten Schüler:innnenzahl bis 2029 zur Verfügung?
- Wie will Ihre Fraktion sicherstellen, dass in Ihrer Kommune / im Landkreis ausreichend Plätze (Ausbauquote 90%) rechtzeitig bis 2029 für alle Grundschulkinder zur Verfügung stehen?
- Wie soll die Qualität der Betreuung (Fachpersonal, Raumkonzepte, pädagogisches Konzept) gesichert werden?
- Wie positionieren Sie sich zur Beitragsfreiheit bzw. sozialen Staffelung der Gebühren?
- Welche Rolle sollen Kooperationen mit Vereinen, Musikschulen oder außerschulischen Trägern spielen?
GRÜNE
- Für den Start gibt es genügend Betreuungsplätze im Ganztagsangebot in Dreieich. Diese Plätze gilt es zu stabilisieren und auszubauen für die kommenden Jahre. Neben dem quantitativen Ausbau müssen Fachkräftegewinnung, Qualifizierung und langfristige Finanzierung gesichert werden.
- In der Stadt können verschiedene Akteure helfen, das Ganztagsangebot an Grundschulen auszubauen und langfristig zu stabilisieren. Sportvereine, Jugendzentren, Bibliotheken - auch mit ihnen können Hand in Hand Nachmittagsangebote geschaffen werden.
- Als Grüne Dreieich haben wir uns für die Information und Einbindung von Vereinen in das Ganztagsangebot eingesetzt - sowohl über die Kommunalpolitik als auch im direkten Gespräch mit den Vereinen.
- Wir machen uns dafür stark, dass sich diese Akteure über einen in Dreieich neu zu schaffenden Runden Tisch Kinder vernetzen und die Vorteile für beide Seiten erkennen.
- Wichtig ist zudem, dass Ganztagsangebote sozial ausgewogen gestaltet sind und kein Kind aus finanziellen Gründen ausgeschlossen wird.
- Die Vernetzung über Dreieich hinaus kann dazu beitragen, dass die Städte im Kreis voneinander lernen: So bietet beispielsweise in Neu-Isenburg die Stadtbibliothek zwei AGs für Kinder der Grundschule an - eine gute Idee, die auch in Dreieich ein Baustein für eine breit aufgestellte Nachmittagsbetreuung werden sollte.
2.2. die Sicherheit der Schulwege
Angesichts zunehmenden Verkehrsaufkommens, Elterntaxis und Klimaschutzdebatten:
- Welche konkreten Maßnahmen planen Sie zur Erhöhung der Schulwegsicherheit (z. B. Tempo-30-Zonen, Schulstraßen, Verkehrsberuhigung, bessere Beleuchtung, Radwege)?
- Unterstützen Sie das Konzept temporärer Schulstraßen (Sperrung vor Unterrichtsbeginn)?
- Wie wollen Sie den Umwelt- und Klimaschutz mit Schulwegsicherheit verbinden (z. B. Förderung von Fahrrad- und Fußverkehr)?
GRÜNE
- Durch eine bereits geplante zweite Fahrradstraße zwischen Götzenhain und Sprendlingen wird der Schulweg aus den Stadtteilen Offenthal, Götzenhain und Dreieichenhain zu den weiterführenden Schulen sicherer und attraktiver für Radelnde.
- Eine Broschüre, die die Stadt alljährlich aktualisiert zu Schuljahresbeginn herausgibt, weist Eltern und Kindern die sichersten Wege aus. Kinder sollten bei der Erstellung dieser Schulweg-Planung einbezogen werden: Das gibt wertvolle Hinweise für die Wahl der Kinder für die Schulwege und ermöglicht neue Blickwinkel in der Gefahrenbewertung.
- Verblasste Markierungen sind zu erneuern.
- Temporäre Einbahnstraßenregelungen wie vor der Weibelfeldschule mindern das Verkehrschaos vor Bildungseinrichtungen während der Bring- und Holzeiten. Sichere Querungshilfen und eine gute Beleuchtung sind ebenfalls wichtige Bausteine für sichere Schulwege.
- Als GRÜNE Dreieich unterstützen wir Vorhaben wie die geplanten Fahrbahneinengungen und spezielle Hol- und Bringzone für die Karl-Nahrgang-Schule in Götzenhain. Aus solchen Konzepten wollen wir für weitere Schulen lernen, wie Schulwege auch direkt vor der Schule sicherer werden können.
2.3. die Schultoiletten
Der Sanierungsstau an Schulen ist bundesweit weiterhin Thema.
- Welche Standards für Hygiene, Wartung und regelmäßige Kontrolle setzen Sie für Schultoiletten an?
- Planen Sie ein verbindliches Sanierungsprogramm mit festem Zeitplan?
- Wie sollen / können Schülervertretungen und Eltern in Qualitätskontrollen einbezogen werden?
GRÜNE
- Schultoiletten sind kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis. Aus Angst vor ekligen Schulklos trinken Kinder und Jugendliche manchmal sogar zu wenig. Das darf nicht sein. Jedoch sind Anliegen rund um die Schulgebäude in der Hand des Kreises Offenbach. Wir haben diesbezüglich Kontakt zu unseren Vertreterinnen und Vertretern auf Kreisebene aufgenommen.
- Projekte von Jugendlichen für Jugendliche wie an der Weibelfeldschule begrüßen wir: Hier werden derzeit in einer Probephase ausgewählte Toilettenräume besonders hübsch gestaltet und von der Schülerschaft betreut. Wer diese Toiletten nutzen möchte, muss seinen Schülerausweis zeigen, die Aufsicht übernehmen Jugendliche.
- Prävention: Über mediale Aufklärung rund um gefährliche TikTok-Challenges kann viel erreicht werden. Auch in Dreieich war die örtliche Feuerwehr schon wegen aus dem Ruder gelaufener TikTok-Challenges im Einsatz - hier kann mit medialer Aufklärung viel erreicht werden, damit die Toiletten nicht noch zusätzlich unbenutzbar werden.
- Neben der Einbeziehung der Jugendlichen und Prävention ist die bauliche Qualität wichtig, eine regelmäßige Pflege und funktionierende Aufsichtskonzepte - Schulen und Kreis können hier selbst entsprechende Hebel nutzen.
2.4. die Kapazitäten in den Schwimm- und Sporthallen
Die Nichtschwimmerquoten bei Kindern ist weiterhin steigend.
- Wie will Ihre Fraktion ausreichende Schwimmzeiten für Schulen sicherstellen?
- Gibt es konkrete Pläne zum Neubau oder zur Sanierung von Schwimm- und Sporthallen?
- Wie gehen Sie mit Nutzungskonflikten zwischen Schulen und Vereinen um?
- Unterstützen Sie verpflichtende Schwimmförderprogramme für Grundschulkinder?
GRÜNE
- Das Buchungssystem für die Belegung von kommunalen Sporthallen ist inzwischen digitalisiert und so viel effektiver als noch vor Jahren.
- Die Erweiterung der Kunstrasenanlagen im gesamten Stadtgebiet sorgt für Entlastung der Hallen auch in kalten Monaten, weil die Kunstrasenplätze ganzjährig genutzt werden können.
- Die Schwimmzeiten wurden kürzlich von Kreisseite überarbeitet und setzen nunmehr den Fokus auf mehr Zeiten insbesondere für Grundschulen. Das halten wir für wichtig und richtig. Ziel muss es sein, dass jedes Kind am Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen kann.
- Zudem unterstützen die GRÜNEN Dreieich die Ertüchtigung der städtischen Sportanlagen, damit beispielsweise auf der Sportanlage Maybachstraße Leichtathletik stattfinden kann - das entlastet die Sporthallen, schafft aber auch ein wichtiges Angebot Vor-Ort für Schulen. Wir setzen uns für eine transparente Bedarfs- und Sanierungsplanung der Sportstätten in Abstimmung mit den Nachbarkommunen ein.
2.5. die Förderung digitale Kompetenzen
Nach Auslaufen des Digitalpakts Schule steht die Anschlussfinanzierung im Fokus.
- Wie soll die digitale Infrastruktur (WLAN, Endgeräte, Wartung, IT-Support) nachhaltig gesichert werden?
- Wie wollen Sie Schulen bei der Medienbildung und beim Umgang mit KI-Tools unterstützen?
- Welche Konzepte haben Sie zum Schutz vor Cybermobbing und zur Stärkung der Medienkompetenz?
- Wie stehen Sie zu 1:1-Ausstattungskonzepten (ein Gerät pro Schüler:in)?GRÜNE
- Auf Inhalte der Lehrpläne haben die Stadt und das Stadtparlament keinen Einfluss. Durch fortschreitende Digitalisierung im Rathaus und mehr digitaler Präsenz der Stadt und ihrer Angebote sowie medienpädagogischer Angebote im Bereich der Jugendzentren kann hier jedoch der Prozess unterstützend begleitet werden. Ein flächendeckender WLAN-Zugang in allen schulnahen Einrichtungen, medienpädagogische Programme gegen Desinformation - gern auch mit Kooperationspartnern wie VHS oder die Parität, die hier schon länger aktiv sind - gehören dazu.
- Eine Komplettausstattung aller Kinder und Jugendlichen mit mobilen Endgeräten im Kreis ist leider nicht finanzierbar. Damit digitale Teilhabe nicht vom Einkommen der Eltern abhängt, müssen Schulen entsprechende Ausstattungen vorhalten als Ergänzung zu “bring your own device”. Es darf auch in der digitalen Bildung niemand ausgeschlossen werden. Bereits während der Corona-Pandemie konnten Unterschiede in der Ausstattung der Familien durch Leihgeräte der Schulen ausgeglichen werden.
2.6. die Verbesserung von Inklusion, auch beim Schulessen
- Wie wollen Sie die baulichen und personellen Voraussetzungen für echte Inklusion verbessern?
- Wie stellen Sie sicher, dass Schulessen auch für Kinder mit Behinderungen, Allergien wie zB Zöliakie, kulturellen oder religiösen Anforderungen, sowie vegetarischer oder veganer Ernährung geeignet ist?
- Wie bewerten Sie die derzeitige Personalausstattung im Bereich Schulbegleitung und Förderkräfte?
- Welche konkreten Maßnahmen planen Sie zur Reduzierung von Ausgrenzung im Schulalltag?GRÜNE
- Inklusion ist ein Menschenrecht. Zugänge müssen endlich überall barrierefrei gestaltet werden, auch wenn dabei ein Parkplatz durch eine Rampe an Eingängen entfällt. Fahrstuhltüren müssen ohne Kraftanstrengung geöffnet werden können, sonst sind sie nicht nutzbar. Barrierefreie Toiletten gehören in alle Schulgebäude auf jeder Etage.
- Sämtliche baulichen Maßnahmen obliegen dem Kreis Offenbach. Bei Erweiterungsbauten/Umbauten von Grundschulen kann die Stadt hier jedoch über den Hebel der Mitfinanzierung aufgrund der Ganztagsbetreuung ein besonderes Augenmerk legen, eben diese Punkte zu berücksichtigen.
- Einige Schulen bieten Mittagessen extra von Organisationen (Beispiel esswerk), die Menschen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung anstellen. Das sorgt für Arbeitsplätze und Sichtbarkeit in der Gesellschaft.
- Schulessen muss bezahlbar, allergen-sensibel und kulturell vielfältig gestaltet sein.
2.7. die Verbesserung der mentalen Gesundheit von Lehrkräften und Lernenden
Studien zeigen steigende psychische Belastungen bei Kindern und Lehrkräften.
- Welche Maßnahmen unterstützen Sie zur Stärkung der Schulsozialarbeit und Schulpsychologie?
- Planen Sie Programme zur Prävention von Mobbing, Gewalt und digitaler Überforderung?
- Wie kann die Kommune Lehrkräfte unterstützen, obwohl Personalpolitik primär Ländersache ist?
- Wie bewerten Sie multiprofessionelle Teams an Schulen (Sozialpädagogik, Psychologie, Gesundheitsfachkräfte)?
GRÜNERäume sind an allen Schulen knapp. Dabei braucht es in Schulen weit mehr als Klassenzimmer zum Unterrichten. Ruhigere und gemütliche Bibliotheken, begrünte Schulhöfe, Rückzugsmöglichkeiten für Lehrkräfte, aber auch für Personen aus der Teilhabeassistenz und der Lernbegleitung: sie alle brauchen Kraft, um für ihre Schülerinnen und Schüler da sein zu können. Wir unterstützen die Bestrebungen von Schulen, solche Räume einzurichten und zu erhalten. Dazu gehört es für uns auch, bei baulichen Maßnahmen und Erweiterungen Differenzierungsräume mitzudenken und deren Umsetzung zu unterstützen (z. B. Kleingruppenarbeit, Förderunterricht, Inklusionsarbeit, Rückzugsraum für Schülerinnen und Schüler).
2.8. den Ausbau der Schulen sowie Begrünung und Beschattung
Die Anzahl der Hitzeperioden steigt. Gleiches gilt für die Schülerzahlen.
- Welche konkreten Schulbau- oder Erweiterungsprojekte planen Sie bis 2031?
- Welche Standards sollen bei Neubauten gelten (z. B. Energieeffizienz, Photovoltaik, nachhaltige Baustoffe)?
- Planen Sie verbindliche Maßnahmen zur Begrünung und Beschattung von Schulhöfen? Welche?
- Wie stellen Sie sicher, dass Schulen hitzeresilient werden (Kühlkonzepte, Trinkwasserspender, Verschattung)?GRÜNE
- Grüne Klassenzimmer, Bienen-AG und Umweltklasse - weiterführende Schulen wie die Weibelfeldschule Dreieich sind längst auf dem Weg. Auch an Grundschulen passiert vieles: Die Grundschule am Hengstbach in Dreieich hat begonnen, ihren Schulhof im Rahmen eines Projekts mit der Deutschen Umwelthilfe “abzupflastern” - gut so!
- Die Schulstandorte müssen im Hitzeaktionsplan für Dreieich berücksichtigt werden - Hand in Hand mit Plänen des Kreises Offenbach. Noch liegt allerdings kein Hitzeaktionsplan für Dreieich vor. Auf die Anfrage unserer GRÜNEN Fraktion hat die Stadt bestätigt, dass ein Hitzeaktionsplan als Teil des Konzepts für die Klimaanpassung erstellt wird.
- Naturerfahrungsräume wie bei den Dreieichhörnchen sollte es in der Nähe aller Schulen geben, wenn möglich.
- Initiativen zum Solaraufbau auf dem Schuldach müssen für Schulen (Max Eyth Schule) endlich leichter werden. Dafür machen wir uns stark.
- Trinkwasserspender sind bereits im Einsatz an einzelnen Schulen, die Erfahrungen hier sind positiv. Wir befürworten den Ausbau dieses Angebots an allen Schulen.
- Auch Koreal als Firma des Kreises spielt aus unserer Sicht eine entscheidende Rolle für mehr Begrünung. Vorgaben des Kreises in Sachen Klimaschutz und Naturschutz müssen bei allen Aufgaben rund um das Gebäudemanagement gelten. Die Klimaschutzbestrebungen der Kinder, Jugendlichen und ihrer Lehrerinnen und Lehrer müssen auch in den Ferien gelten und dürfen nicht durch den Einsatz von Chemikalien im Naturbereich gegen jeden Löwenzahn konterkariert werden.
- Neu- und Nachpflanzungen von Bäumen müssen nach klimatischen und regionalen Bedingungen gemacht werden, um den immer heißeren Sommern standzuhalten.
- Bauprojekte, Erweiterungen und Sanierungen von Schulen werden durch den Kreis Offenbach geplant. Als GRÜNE Dreieich wünschen wir uns hier mehr Transparenz und Austausch über die zu Grunde liegenden Zahlen, langfristigen Ziele für die einzelnen Schulstandorte und konkrete Projekte. Kreis und Stadt sollten sich hier besser abstimmen, damit Bauten geplant werden, die zum Bedarf vor Ort passen und auch für alle Beteiligten nachvollziehbar sind.
FDP
Bei der Weiterentwicklung von Schulen und Betreuungseinrichtungen geht es uns vor
allem darum, gute Bedingungen für Kinder zu schaffen, Familien zu entlasten und den
Fachkräften verlässliche und gute Arbeitsbedingungen zu bieten. Beim Ausbau der Betreuung kommt es sowohl auf ausreichend Plätze als auch auf gute Qualität an. Einrichtungen müssen personell so ausgestattet sein, dass Fachkräfte wirklich pädagogisch arbeiten können. Ergänzende Angebote etwa in Sport, Kunst oder Musik können die Entwicklung der Kinder zusätzlich fördern.
Auch die räumlichen Rahmenbedingungen spielen eine wichtige Rolle. Viele Einrichtungen haben Renovierungs- oder Modernisierungsbedarf, beispielsweise bei Sanitäranlagen oder Gemeinschaftsräumen. Gleichzeitig muss die Infrastruktur mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten, damit Einrichtungen nicht überlastet werden.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die digitale Ausstattung. Gute Internetverbindungen
und moderne Technik gehören heute zu einer zeitgemäßen Bildungsinfrastruktur und
unterstützen sowohl Unterricht als auch Organisation.
Daneben spielen auch Schulwegsicherheit, Inklusion, Sport- und Bewegungsangebote,
gesunde Verpflegung sowie die mentale Gesundheit von Kindern und Lehrkräften eine
wichtige Rolle. Hier kann die Kommune durch Verkehrsplanung, Kooperationen mit Vereinen und soziale Angebote konkrete Verbesserungen unterstützen.
Grundsätzlich gilt jedoch, dass viele Entscheidungen zu Schulgebäuden, Ausstattung
oder Kapazitäten beim Kreis als Schulträger liegen. Umso wichtiger ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommune und Kreis, damit notwendige Maßnahmen gemeinsam umgesetzt werden können.
Unser Ziel ist es insgesamt, Betreuung und Bildung Schritt für Schritt weiter zu verbessern und langfristig stabile Rahmenbedingungen für Kinder, Familien und Fachkräfte zu schaffen.
Allgemein
CDU Dreieich
FDP Dreieich
verweisen ansonsten auf die Antworten der FDP-Kreistagsfraktion
Die Antworten findet ihr auf den jeweiligen Seiten:
- Parteien im Kreisverband Offenbach-Land
- Parteien im Ortsverband Dietzenbach
- Parteien im Ortsverband Dreieich
- Parteien im Ortsverband Egelsbach
- Parteien im Ortsverband Hainburg
- Parteien im Ortsverband Heusenstamm
- Parteien im Ortsverband Langen
- Parteien im Ortsverband Mainhausen
- Parteien im Ortsverband Mühlheim
- Parteien im Ortsverband Neu-Isenburg
- Parteien im Ortsverband Obertshausen
- Parteien im Ortsverband Rodgau
- Parteien im Ortsverband Rödermark
- Parteien im Ortsverband Seligenstad